HELENA-ADLER-PREIS FÜR REBELLISCHE LITERATUR
Die österreichische Jury für 2026 bis 2028 steht fest
Seit 2025 wird jährlich Anfang März der „Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur“ vergeben: in Erinnerung an die 2024 verstorbene Autorin Helena Adler zur Förderung österreichischer Gegenwartsliteratur für ein besonderes belletristisches Prosawerk, das sich sprachlich, formal wie inhaltlich auflehnt, trotzt und widersetzt. Der mit 7.777 Euro dotierte Literaturpreis wurde vom Salzburger Literaturhaus-Leiter Tomas Friedmann initiiert – und wird getragen von Stadt und Land Salzburg, der Gemeinde Oberndorf, dem österreichischen Kulturministerium, dem Literaturhaus Salzburg sowie von privaten Spenden. Der jeweilige Siegertitel wird von einer unabhängigen Fachjury nach Erstellung einer internen Shortlist und Diskussion ausgewählt: Preisträgerinnen waren bisher Elke Laznia für „Fischgrätentage“ und Barbi Marković für „Stehlen, Schimpfen, Spielen“.
Wie geplant wird die Jury – von 2024 bis 2026 waren das die Standard-Kulturjournalistin Mia Eidlhuber, die ORF-Literaturredakteurin Katja Gasser und der Rupertus-Buchhändler Klaus Seufer-Wasserthal – alle zwei Jahre erneuert. Für die Jahre 2026 bis 2028 besteht die neue Jury für den Adler-Preis aus dem Kulturjournalisten Joachim Leitner (Tiroler Tageszeitung), der Literaturvermittlerin Ines Schütz (Rauriser Literaturtage) und der Literaturredakteurin Julia Zarbach (Ö1). Die diesjährige Jury-Sitzung zur Ermittlung des/der Preisträger*in findet im Dezember d.J. statt, die Bekanntgabe ist Anfang Jänner 2027, die Verleihung im kommenden März im Literaturhaus Salzburg
Joachim Leitner, geb. 1984 in Sterzing/Südtirol, gelernter Grafiker, studierter Komparatist, ist seit 2012 Kulturredakteur der „Tiroler Tageszeitung“ in Innsbruck. Er hat u.a. in „Literatur und Kritik“ und „Quart – Heft für Kultur Tirol“ publiziert. Mitglied der Jury der ORF-Bestenliste sowie des Österreichischen Buchpreises (2023).
Ines Schütz, geb. 1974 in Linz, lebt nach dem Studium als Lehrerin für Deutsch und Französisch in Salzburg und ist seit 2013 Co-Intendantin der Rauriser Literaturtage. Radio-Redakteurin auf Buchmessen und regelmäßig Moderatorin bei Literaturveranstaltungen (inkl. Übersetzungen aus dem Italienischen und Französischen).
Julia Zarbach, geb. 1981 in Wien, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und arbeitet seit 2010 in der ORF-Literaturredaktion von Ö1, wo sie u.a. das Büchermagazin „Ex libris“ moderiert und Producerin der Sendereihe „Radiogeschichten“ ist. Regelmäßig Jurymitglied bei renommierten österreichischen Literaturpreisen.