Helena Adler

Fretten

Di, 04.10.2022, 19.30 Uhr

Genre: Buchpremiere: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

Kartenvorverkauf

Helena Adlers neuer Roman „Fretten“ (Jung und Jung, 2022) wird erstmals öffentlich präsentiert. Moderation: Tomas Friedmann.

Dem Elternhaus ist sie mit knapper Not entkommen, da bemerkt die jüngste Tochter des Pleitebauern: Der Provinz entkommt man nicht. Also schließt sie sich einer Bande von Vandalen und Störenfrieden an, die die Provinz in die nahe Stadt tragen, den Schlachthof plündern und in Tierkadavern Drogen schmuggeln. Sie tanzen und wüten, spielen mit ihren Leben, weil sie es gewohnt sind zu verlieren. Die Party ist erst aus, wenn die nächste beginnt, das Motto lautet „Überleben“. Bis plötzlich nicht nur die eigene Existenz auf dem Spiel steht: Sie gebiert einen Sohn, den sie liebt wie einen Erlöser, und wird in dieser Liebe zu einem Scheusal im Kampf gegen die Sterblichkeit.

Fretten ist ein Bastard, ein Bankert, gezeugt im Rausch der Verewigungssucht, geboren in Trümmern aus der Lust am Tabubruch. Es nennt beim Namen, was einen Namen hat, nicht zwischen den Zeilen, sondern schwarz auf schwarz, mit Sprachgewalt und einem Galgenhumor, dass einem die Luft wegbleibt.

Helena Adler, geb. 1983, studierte Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie in Salzburg und lebt als Autorin in der Nähe von Salzburg. Für ihren Roman „Die Infantin trägt den Scheitel links“ (2020) erhielt sie begeisterte Zustimmung und zahlreiche Auszeichnungen, u.a. eine Nominierung für den Deutschen und den Österreichischen Buchpreis.