Michael Stavaric

Fremdes Licht

Do, 29.10.2020, 19.30 Uhr

Genre: Lesung

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, prolit

Eintritt: € 10/8/6

© Yves Noir

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Elaine findet sich an einem unbekannten Ort in einer eisigen, unwirtlichen Umgebung wieder. Langsam beginnt sie sich zu erinnern, und Sie begreift, was passiert ist: Ihr Großvater lebte einst bei den Inuit in Grönland, und er machte sie mit dem Überleben in Eis und Schnee vertraut. Und Elaine erinnert sich, dass sie zuletzt für einen Konzern in Winterthur tätig gewesen ist und sich dort als Genforscherin mit der Rekonstruktion von Leben beschäftigt hat. Dass die Erde bei einem Kometeneinschlag zugrunde gegangen ist und sie nun die letzte Überlebende zu sein scheint. Elaines Schicksal setzt der Autor die Erzählung ihrer Vorfahrin Uki gegenüber, die in Ostgrönland lebt und von einer Welt, wie sie Elaine erleben wird, noch nichts ahnen kann.

In seinem neuen Roman entwirft Michael Stavarič ein dystopisches Zukunfts­szenario, in dem die Naturgesetze durch den Menschen ausgehebelt werden und das die Grenzen der Wirklichkeit, die uns umgibt, in Frage stellt. Michael Stavarič versteht es in seiner Erzählung von einer vielleicht gar nicht fernen Zukunft und einer längst verschwundenen Vergangenheit, den Blick für die Gegenwart zu schärfen.

Michael Stavarič, geb. 1972 in Brno (Tschechoslowakei) geboren, lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Zuletzt erschienen der Roman „Gotland“ (Luchterhand Verlag, 2017) und das Kinderbuch „Balthasar Blutberg“ (Luftschacht Verlag, 2020). Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt: Adelbert-Chamisso-Preis, Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Lehraufträge zuletzt: Stefan Zweig Poetikdozentur an der Universität Salzburg (2015), Literaturseminar an der Universität Bamberg.