Sabine Scholl , Margit Schreiner

Literatur gegen Hilflosigkeit?

Di, 13.10.2020, 19.30 Uhr

Genre: StreitBar

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Alte Schmiede

Eintritt: € 10/8/6

© Barbero
© Uta Tochtermann

Karten reservieren

Margit Schreiner diagnostizierte 2012 in einer Rede für die gegenwärtige Zivilgesellschaft ein „Hilflosigkeitssyndrom“: Kriege, Krisen und politische wie militärische Interventionen seien allgegenwärtig, der Einzelne habe nicht mehr den Überblick, um Stellung beziehen oder gar einzu­greifen.

Verschärft sich dieses Ohnmachts­gefühl infolge der Klimakrise oder im „postfaktischen Zeitalter“? Und was bedeutet das alles für die Literatur? Kann sie als emanzipatorisches Werkzeug gesellschaftliche Zustände aushebeln? Kann sie Handlungsmöglichkeiten erproben und damit auch realpolitisch eröffnen? Ist Literatur überhaupt etwas, das für oder gegen etwas eingesetzt werden kann? Diese und ähnliche Fragen diskutieren Margit Schreiner und Sabine Scholl am Podium.

Das Format „StreitBar“ ist eine Kooperation mit der Alte ­Schmiede Wien: Dort diskutieren Margit Schreiner und Gertraud Klemm am 6. Oktober 2020 um 19 Uhr zum Thema „Literatur gegen Hilflosigkeit?“.

Margit Schreiner, geb. 1953 in Linz, Studium in Salzburg, lebt nach Auslandsaufenthalten als freie Schriftstellerin in Linz und im Waldviertel. Zuletzt erschienen der Roman „Kein Platz mehr“ (2018) und der Band „Sind Sie eigentlich fit genug? Mehr über Literatur, das Leben und andere Täuschungen“ (2019, beide Verlag Schöffling & Co.)

Sabine Scholl, geb. 1959 in Grieskirchen, Studium in Wien, wo sie lebt und arbeitet; Lehraufträge in Aveiro, Chicago, Nagoya, Leipzig und Wien. Zuletzt erschienen der Essayband „Erfundene Heimaten“ (Sonderzahl Verlag, 2019) und der Roman „O.“ (Secession Verlag, 2020).