Andrej Kurkow

Graue Bienen

Do, 16.01.2020, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

© Pako Mera/Opale/Bridgeman Images

Kartenvorverkauf

Andrej Kurkow ist einer der bekanntesten Schriftsteller Europas. Er lebt in Kiew und ist – trotz seiner Zugehörigkeit zur russischsprachigen Bevölkerung – ein beharrlicher Kritiker von Wladimir Putin und dessen aggressiver Ukraine-Politik. In seinem Roman „Graue Bienen“ (Diogenes Verlag, 2019, übersetzt von Johanna Marx und Sabine Grebing) widmet sich der Autor dem vom Krieg geprägten Alltag der Menschen im Donbass. Moderation: Tomas Friedmann.

Ein Dorf im Winter 2016 nahe von Donezk im Frontgebiet zwischen der ukrainischen Armee und den prorussischen Widersachern. Seit drei Jahren herrscht Krieg, die meisten Einwohner haben das Dorf verlassen. Nur zwei Frührentner sind geblieben: Der Bienenzüchter Sergej repräsentiert den ostukrainischen Bevölkerungsanteil, sein Erzfeind Paschko steht für die Separatisten. Im alltäglichen Überlebenskampf sind die beiden aufeinander angewiesen. Als der Frühling anbricht, packt Sergej seine Bienen ein, um sie fernab des Krieges fliegen zu lassen. Eine Road-Novel beginnt, bei der die Bienen für weise Ordnung und Produktivität stehen, während die Ukraine im Chaos zu versinken droht.

„Andrej Kurkow ist mit ‚Graue Bienen’ ein scharf gezeichnetes Bild des weiterschwärenden Kriegs in der Ukraine gelungen, von dem das übrige Europa seit langem den Blick abgewendet hat.“ (Sigrid Löffler, Deutschlandfunk Kultur)

Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt in Kiew. Er spricht sieben Sprachen, war u.a. Journalist, Gefängniswärter und Kameramann. Für seine Filmdrehbücher, Essays und Romane wurde er vielfach ausgezeichnet. Sein Buch „Picknick auf dem Eis“ war ein Welterfolg.