Norbert Gstrein

Als ich jung war

Do, 31.10.2019, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

Kartenvorverkauf

„Als ich jung war, glaubte ich an fast alles, und später an fast nichts mehr.“ Es sind die nicht erzählten Geschichten, die das Leben prägen – und Romane wie dieser! Der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein liest aus seinem neuen Buch „Als ich jung war“ (Hanser Verlag, 2019) und spricht mit Moderatorin Ines Schütz.

Am Anfang ist da nur ein Kuss. Aber gibt es das überhaupt, nur ein Kuss? Franz wächst im hintersten Tirol auf. Er fotografiert Paare „am schönsten Tag ihres Lebens“, bis bei einer Hochzeitsfeier die Braut ums Leben kommt. Was hat das mit ihm zu tun? Was damit, dass er nur Wochen zuvor am selben Ort ein Mädchen geküsst hat? Vor diesen Fragen flieht er bis nach Amerika. Doch dann stirbt auch dort jemand: ein Freund, in dessen Leben sich ebenfalls mögliche Gewalt und mögliche Unschuld die Waage halten. Was wissen wir von den anderen? Was von uns selbst? Hungrig nach Leben und sehnsüchtig nach Glück, findet sich Franz in Norbert Gstreins Roman auf Wegen, bei denen alle Gewissheiten fraglich werden.

Norbert Gstrein, geboren 1961 in Mils bei Imst (Tirol), lebt in Hamburg. Bekannte wurde der studierte Mathematiker mit seiner Debüterzählung „Einer“ (1988). Seitdem sind zahlreiche Bücher erschienen, z.B. die Romane „Das Register“ (1992), „Die englischen Jahre“ (1999), „Das Handwerk des Tötens“ (2003), „Die Winter im Süden“ (2008), „Eine Ahnung von Anfang“ (2013) und „Die kommenden Jahre“ (2018). Er wurde u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet.