Claudia Erdheim , Martin Pollack

Theodor-Kramer-Preis 2019

Di, 08.10.2019, 19.30 Uhr

Genre: Lesungen & Gespräche

Veranstalter: Verein Literaturhaus, Theodor Kramer Gesellschaft

Eintritt: € 10/8/6

© Adam Erdheim
© privat

Kartenvorverkauf

Seit 2001 vergibt die Theodor Kramer Gesellschaft jährlich den Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil. Gewürdigt werden soll dabei nicht nur die literarische Qualität, sondern auch die Haltung und das Schicksal der Preisträgerin, des Preisträgers. Bisher erhielten die Auszeichnung u.a. Stella Rotenberg, Fred Wander, Georg Stefan Troller, Milo Dor, Jakov Lind, Ruth Klüger und Renate Welsh. Traditionell werden die Preisträger stets im Literaturhaus Salzburg vorgestellt: heuer Claudia Erdheim und Martin Pollack. Begrüßung. Karl Müller (TKG). Moderation: Marianne Windsperger (Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien).

Claudia Erdheim, die gerade ihren 74. Geburtstag gefeiert hat, ist als Verfasserin von Erzähltexten bekannt, außerdem schrieb sie Hörspiele und Theaterstücke. Die Wiener Schriftstellerin beteiligt sich regelmäßig an Projekten zu galizischen Juden und hat zu diesem Thema etliche Essays publiziert. Zuletzt erschienen die Bücher „Zwölf Frauen und ein Mann. Reisegeschichten“ (2010), „Betty, Ida und die Gräfin. Die Geschichte einer Freundschaft“ (2013), „In der Judenstadt“ (2015) und „Vilma Steindling. Eine jüdische Kommunistin im Widerstand“ (2017, gemeinsam mit Ruth Steindling).

Martin Pollack wurde 1944 in Bad Hall (OÖ) geboren und ist Journalist, Schriftsteller und Übersetzer. 2010 wurde sein Roman „Kaiser von Amerika. Flucht aus Galizien“ mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Zuletzt erschienen z.B. „Die Wolfsjäger. Drei polnische Duette“ (gemeinsam mit Christoph Ransmayr), „Kontaminierte Landschaften“ (2014) und „Topografie der Erinnerung“ (2016). Pollack äußert sich immer wieder kritisch zum politischen Geschehen. So bedauerte er in einem Kommentar in der NZZ 2018, dass das Problem der „ewig gestrigen Spinner“ in deutschnationalen Burschenschaften keineswegs so ernst genommen würde, wie es angesichts der von ihm zitierten „stillen Machtergreifung“ nötig wäre. Im selben Jahr erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik.