Mahmud Doulatabadi

Nilufar

Do, 04.10.2018, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch (pers./dt.)

Veranstalter: Verein Literaturhaus mit Unterstützung der Literar Mechana

Eintritt: € 10/8/6

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Mahmud Doulatabadi gilt als bedeutendster iranischer Prosa-Autor, er schreibt Weltliteratur „vom Format eines Gabriel Garcia Márquez oder Salman Rushdie“ (WZ). Der heute 78-jährige Dichter hat zahlreiche Erzählungen, Romane, Drehbücher und Theaterstücke sowie literaturkritische und politische Essays verfasst. Vor genau 20 Jahren trat Doulatabadi im Literaturhaus Salzburg auf, nun kommt er wieder, liest aus dem Roman „Nilufar“ (Unionsverlag, 2016) und spricht über ein beeindruckendes Gesamtwerk. Moderation: Andrea Nießner. Übersetzung: Farhad Nadjafi.

Im Roman „Nilufar“ geht es um die Macht einer Liebe,
die an noch größeren Mächten scheitert: an den Zwängen einer traditionellen Familie, der politischen Starre und am eigenen Unvermögen. Ein alter Mann irrt durch die Straßen einer europäischen Großstadt und versucht, seiner Erinnerungen an Nilufar Herr zu werden. Eines Tages war sie ihm wie eine Taube zugeflogen und hatte sich ganz einfach neben ihm auf die Parkbank gesetzt. Warum hat er sie wieder verloren?

Mahmud Doulatabadi (Mahmoud Dowlatabadi) wurde 1940 in Dowlatabad im Nordosten Irans geboren, arbeitete in der Landwirtschaft und als Handwerker. Später absolvierte er die Theaterakademie in Teheran und war eine Zeit lang Schauspieler. Aus politischen Gründen war er zwei Jahre in Haft. Heute gilt er als bedeutendster Vertreter der zeitgenössischen persischen Prosa. Auf Deutsch erschienen u.a. die Bücher „Kelidar“ (1997) und „Der Colonel“ (2010). Er lebt mit seiner Familie als freier Schriftsteller und Universitätsdozent für Literatur in Teheran.

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