Milena Michiko Flašar

Herr Katō spielt Familie

Mi, 07.02.2018, 19.30

Genre: Buch-Erstpräsentation: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8/6/4

© Helmut Wimmer

Milena Michiko Flašar, österreichische Autorin mit japanischer Mutter, erregte vor ein paar Jahren mit ihrem Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ Aufsehen. Jetzt liegt der neue Roman vor: „Herr Katō spielt Familie“ (Wagenbach Verlag, 2018) – ein Buch über den späten Neuanfang und über das Glück. Die Schriftstellerin liest und spricht mit Tomas Friedmann.

Endlich Zeit. Er könnte nun das alte Radio reparieren oder die Plattensammlung ordnen ... Den ehemaligen Kollegen hat er immer beneidet: um den Ruhestand, das Motorrad und die neue Freiheit. Doch jetzt steht

Herr Katō selbst frisch verrentet auf den bemoosten Treppen vor seinem Haus und weiß nicht wohin. Eine Krawatte braucht er nicht mehr, zu Hause ist er im Weg, die Kinder sind längst ausgezogen. Ob die junge Frau, die er jüngst auf dem Friedhof getroffen hat, ihm nur etwas vormacht, vermag er nicht zu sagen. Er ist aus der Übung. Und dennoch nimmt er ihren Vorschlag an, lässt sich von ihrer Agentur „Happy family“ mal als Opa, mal als Exmann, dann wieder als Vorgesetzter engagieren und trifft auf fremde Menschen und Schicksale. Er spielt seine Rollen gut, und seine Frau bekommt von alledem nichts mit. Sie hat wieder angefangen zu tanzen ...

Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, lebt in Wien. Ihr Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ wurde über 100.000 Mal verkauft, mehrfach übersetzt und ausgezeichnet und stand 2012 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Im Residenz Verlag sind die zwei Bücher „Ich bin“ (2008) und „Okaasan – Meine unbekannte Mutter“ (2010) erschienen.