Oliver Matuschek

Stefan Zweig. Geschichten- und Geschichtsschreiber

Do, 07.12.2017, 10.30

Genre: Literaturfrühstück

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 6/4

Neben seinem umfangreichen erzählerischen Werk veröffentlichte Stefan Zweig zahlreiche Essays zu historischen Themen sowie umfassende Biographien, zumeist von historischen Persönlichkeiten. Das letzte große Werk, in dem sich Zweig mit der Vergangenheit beschäftigte, ist „Die Welt von Gestern“, ein Buch, das im Herbst 1942 und damit wenige Monate nach Zweigs Tod erschien. Oft wird es als Autobiographie bezeichnet – aber kann man überhaupt davon sprechen, wenn der Autor seine beiden Ehefrauen und beinahe sein gesamtes Privatleben aus dem Werk ausgeklammert hat? Und wie beschreibt Stefan Zweig zeitgenössische Ereignisse, solche, die er selbst miterlebt hat, und solche, über die er selbst nur aus Erzählungen oder Zeitschriften erfahren hat? Auf diese und weitere Fragen zu Zweigs Arbeitsweise und zur Komposition seiner „Erinnerungen eines Europäers“, wie „Die Welt von Gestern“ im Untertitel heißt, sollen Antworten gefunden werden.

Oliver Matuschek, Germanist und Historiker, veröffentlichte zahlreiche Bücher über Stefan Zweig, u.a. die bahnbrechende Biographie „Stefan Zweig. Drei Leben – eine Biographie“ (2006), „Das Salzburg des Stefan Zweig“ (2008) und die Briefe Zweigs an seine zweite Ehefrau Lotte (2013). Zuletzt besorgte er eine Neuausgabe von „Die Welt von Gestern“ (2017), in die Oliver Matuschek – wie immer bei Kaffee und Kipferln, so lange der Vorrat reicht – Einblicke geben wird.