Michael Stavaric

Gotland

Di, 13.06.2017, 19.30 Uhr

Genre: Lesungsreihe | Die anderen Seiten

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Plattform für Menschenrechte Salzburg

Eintritt: € 8/6/4

© Yves Noir

Was macht es mit einem jungen Mann, wenn seine streng katholische Mutter, Zahnärztin mit eigener Praxis neben einer Stiftskirche in Wien, in ihrem fanatischen Glauben die Bibel viel zu wörtlich nimmt? In Michael Stavaričs neuem Roman wird dieser junge Mann zum Fahrenden, vor allem nach dem Tod der Mutter. Er begibt sich auf die Suche in Gotland, dem Sehnsuchtsort der Mutter, einem unheimlichen, heiligen, aber auch wahnsinnigen Ort: „Gotland“ wird zu „Gottland“. In „Gotland“ sind die Grenzen zwischen dem Realen und dem Surrealen nicht genau auszumachen, und der Roman zeigt, „wie nahe Vernunft und Irrationalität, Normativität und Wahnsinn, Wissenschaftsglaube und Fantasie beieinanderliegen.“ (Marietta Böning, Der Standard)  

Michael Stavarič liest aus seinem neuen Roman „Gotland“, anschließend Tanz mit DJ-Set von Michael Stavarič. Moderation: Johanna Öttl.

Michael Stavarič, geboren 1972 in Brno (Tschechoslowakei), lebt als Autor und Übersetzer in Wien. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Preis sowie den Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Bücher u.a.: „Brenntage“ (C.H. Beck, 2010), „Milli Hasenfuß“ (Kunstanstifter, 2016) und zuletzt „in an schwoazzn kittl gwicklt. Gedichte (Czernin, 2017). In Salzburg hielt er die Stefan-Zweig-Poetikvorlesung, nachzulesen in seinem Essay „Der Autor als Sprachwanderer“ (Sonderzahl, 2016).