24. ORF–Hörspielnacht 2017

Fr, 24.02.2017, 19 Uhr

Genre: Die besten Hörspiele aus dem Jahr 2016

Veranstalter: Verein Literaturhaus, ORF/Ö1

Eintritt: frei

Simon Dworaczek © Peller
Hertha Müller © Roth
Ursula Scheidle © ORF

Zum 24. Mal laden ORF und Literaturhaus gemeinsam zur Hörspielnacht ein. Während in Wien wieder eine Gala organisiert wird, setzt man in Salzburg auf ausgewählte Produktionen – und stellt erstmals fünf Hörspiele vor: „Der Mann mit der Zündholzschachtel“ von Herta Müller, „Das Kalkwerk“ von Thomas Bernhard, „Für den Herrscher aus Übersee“ von Teresa Präauer, die Collage „Sing doch mal!“ von Simon Dworaczek sowie „Train of Sound“ von Ursula Scheidle, die auch als Live-Gast im Gespräch ist. Moderation: Karin Buttenhauser und Tomas Friedmann. In den Pausen gibt es wie immer ein Ö1-Buffet.

TRAIN OF SOUND
Bei ihrem Hörspiel „Train of Sound“ (51 Min) hat die Radiomacherin Ursula Scheidle selbst Regie geführt.  Endlich ist die Sound-Jägerin Berna angekommen in Island, am Ende der Welt, am Ende eines rastlosen Jahres. Ein Jahr lang bestimmen Fahrplan, Großraumwagen und die Bahncard 100 ihr Leben. Und sie wird berühmt: „German woman starts living on a train“, titelt die Zeitung. Doch plötzlich sind in den Zügen Menschen aus dem Krieg. Bei Berna werden Erinnerungen an die Großmutter und deren dramatische Flucht aus Ungarn 1956 wach ...

DER MANN MIT DER ZÜNDHOLZSCHACHTEL
Als Vorlage zu diesem Hörspiel (21 Min, Regie: Alexandru Weinberger-Bara) dient der Prosaband „Niederungen“ von Herta Müller, rumänisch-deutsche Schriftstellerin, die 2009 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Die darin versammelten Erzählungen handeln vom Alltagsleben in der kommunistischen Diktatur Rumäniens.

SING DOCH MAL!
Diese 15-minütige Hörspielcollage von Simon Dworaczek, der auch Regie führte, ist eine Produktion des Max Reinhardt Seminars und setzt sich mit dem Radio als einem Medium der Sprache auseinander. Das Hörspiel nutzt die Stärke des Radios und setzt den Kampf um die Sprache, das Stottern, in den Mittelpunkt.

DAS KALKWERK
Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Bernhard (47 Min, Regie: Christian Lerch), der 1970 erschien. Sein ganzes Erwachsenenleben widmet die Hauptfigur Konrad einer Studie über das Gehör. Um seine Theorien niederzuschreiben, zieht er sich gemeinsam mit seiner Frau in das stillgelegte Kalkwerk zurück ...
Mit dem Schauspieler Felix Römer inszenierte Philipp Preuss den Roman 2014 als Einpersonenstück für die Berliner Schaubühne, fürs Radio adaptierte Christian Lerch das Stück als Hörspiel.

FÜR DEN HERRSCHER AUS ÜBERSEE
Hörspiel nach dem gleichnamigen Debütroman der österreichischen Autorin Teresa Präauer (54 Min). In Bearbeitung und Regie von Götz Fritsch und zur Musik von Otto Lechner spielen u.a. Katharina Knap und Peter Simonischek diesen poetischen Text über das Fliegen und die Vögel, über einen Großvater und seine geheimnisvolle Japanerin, über Kinderträume und Lebensklugheit.