Karl-Markus Gauß

Die Donau hinab

Di, 12.01.2010, 19.30 Uhr

Genre: Vernissage mit Buchpräsentation

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: frei

Einführung: Ludwig Hartinger „Am Anfang war das Wasser; und auf dem Wasser schwebte der Geist, und der Geist wurde Wort und hieß Donau.“ (Karl-Markus Gauß) Entlang dieses Wortflusses unternehmen Karl-Markus Gauß und Christian Thanhäuser ihre Reise „Die Donau hinab“, von den verschiedenen Quellen durch die Länder der ehemaligen k.u.k. Monarchie über das Schwarze Meer zum Bosporus. Gauß folgt den Schlingen des Stromes in seinem Donaualphabet von A wie Albahari bis Z wie Zwiefalten, und zwar in Geschichten, die von den Uferbewohnern erzählen, von ihren Träumen und Plänen, von der Geschichte, die die Donau entlang geschrieben wurde, nicht zuletzt auch die seiner eigenen Familie: „Ich wusste noch nicht, was die Donau war, da wusste ich schon, dass wir Donauschwaben waren.“ In diesen Erzählfluss greifen Thanhäusers Donaubilder, nicht um ihn zu illustrieren, sondern um ihn zu einem Ganzen zu machen, zur Geschichte der Donau, zur Geschichte eines Stromes, der immer schon Länder und Kulturen, Menschen und ihre Geschichte(n) miteinander verbunden hat: „Richtig ist jedenfalls, dass die Donau nicht bloß bis Sulina, sondern bis Istanbul fließt, und erst recht, wenn man „fließen“ nicht ausschließlich fluvial versteht, sondern als historische Bewegungsform nimmt, gehört die Donau dem Orient sowie dem Okzident.“ Karl-Markus Gauß, geboren 1954, lebt als Schriftsteller in Salzburg. Herausgeber und Chefredakteur von Literatur und Kritik, schreibt u.a. für Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung. Vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Manès-Sperber-Preis (2005), dem Mitteleuropa-Preis (2007) und dem Großen Kunstpreis des Landes Salzburg (2009).