Nahid Bagheri-Goldschmied , Renate Welsh-Rabady

THEODOR KRAMER PREIS 2017

Di, 12.09.2017, 19.30 Uhr

Genre: Preisverleihung: Lesungen & Gespräch

Veranstalter: Theodor Kramer Gesellschaft, Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8/6/4

Nahid Bagheri-Goldschmied
© TKG
Renate Welsh-Rabady © TKG

Der mit 8.000 Euro dotierte 17. Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und Exil wird heuer an Nahid Bagheri-Goldschmied und Renate Welsh-Rabady verliehen. Laudatio: Vladimir Vertlib, Moderation: Konstantin Kaiser und Karl Müller.

Nahid Bagheri-Goldschmied tritt in ihrer Lyrik unablässig ein für die missachteten Rechte der Frauen und gegen die Grausamkeit eines religiös verbrämten tyrannischen Regimes. „Viele ihrer Gedichte zeugen aber auch von einem klaren Bewusstsein der österreichischen Verhältnisse, setzen sich mit verdecktem und offenem Antisemitismus, mit Geschichtsverleugnung auseinander“, heißt es in der Jurybegründung.

Die österreichische Schriftstellerin Renate Welsh erhält den Kramer-Preis 2017 für ihr vielfältiges Gesamtwerk. Im Zentrum stehen dabei oft Jugendliche, Frauen, Außenseiter und Ohnmächtige einer Gesellschaft. „Renate Welshs Texte, gespeist aus einem tiefen und differenzierten Wissen um den beklemmenden Geschichtsprozess, sind ein seit Jahrzehnten unablässig formuliertes Plädoyer für Achtung, Respekt, Gerechtigkeit, für ein besseres Leben“ würdigt die Jury.

Nahid Bagheri-Goldschmied, geboren 1957 in Teheran, lebt als Lyrikerin, Prosaistin, literarische Übersetzerin, Herausgeberin und Journalistin in Wien. Gründerin und Vorsitzende des Iranischen Kulturvereins im Exil „Marzpeyma“ (Grenzgänger).

Renate Welsh-Rabady, geboren 1937 in Wien, wo sie als Übersetzerin und Autorin vielfach ausgezeichneter Kinder- und Jugendbücher lebt. Schreibt Romane, Hörspiele etc., leitet Schreibwerkstätten und ist seit 2006 Präsidentin der IG Autorinnen Autoren.