LAUT & LEISE
Im Oktober 1991 wurde im denkmalgeschützten Eizenbergerhof im Salzburger Stadtteil Lehen das Literaturhaus Salzburg eröffnet – als fünftes Literaturhaus im deutschen Sprachraum (nach Berlin, Hamburg, Frankfurt und Wien). Erster Literaturhaus-Chef war
Harald Friedl, der 1993 die Leitung an Tomas Friedmann – dann auch Geschäftsführer des neu konstituierten Trägervereins Salzburger Literaturhaus Eizenbergerhof – übergab.
Von Beginn an war wesentlicher Teil des Konzepts, dass bereits bestehende Literaturvereinigungen im Haus ihren Sitz haben, als autonome Vereine bestehen bleiben und das Programm mitgestalten. So gibt das Salzburger Literaturforum Leselampe (gegründet 1968) nicht nur die Literaturzeitschrift SALZ heraus, sondern lädt regelmäßig zu Lesungen deutschsprachiger Autor*innen, zum Literaturfrühstück, zu Literaturfahrten und Schreibwerkstätten ein. Die Salzburger Autor:innengruppe besteht als größte Interessensvertretung lokaler Schriftsteller*innen vor Ort seit 1981, sie berät und betreut Literaten, organisiert Lesungen und veröffentlicht Publikationen. Erostepost widmet sich seit 1987 vor allem der Förderung junger und unbekannter Autorinnen und Autoren, vergibt Literaturpreise und gibt die Literaturzeitschrift erostepost heraus. Ebenfalls seit 1987 hat die Grazer Autorinnen Autorenversammlung in Salzburg ein Regionalbüro, fördert GAV-Mitglieder, stellt Bücher vor und setzt kulturpolitische Themen. Und schließlich wurde 1988 der Verein Prolit gegründet, der einen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit (süd)osteuropäischer Literatur legt. Der Trägerverein Salzburger Literaturhaus Eizenbergerhof schließlich ist – mit dem engagierten „Jungen Literaturhaus“ – größter Literatur-Veranstalter in Stadt und Land, organisiert neben Lesungen österreichischer wie internationaler Schriftsteller*innen regelmäßig Ausstellungen, Hörspiel- und
Poesienächte sowie Verlagspräsentationen, das Krimifest, das Festival „Europa der Muttersprachen“ usw. Außerdem kümmert sich der Verein Literaturhaus in Teamarbeit u.a. um Infrastruktur, Werbung und Karten für alle Vereine im Haus und vertritt
Salzburg im Netzwerk der Literaturhäuser sowie beim österreich-weiten Projekt mitSprache. Gemeinsam sind alle aktiven Vereine am H.C. Artmann-Platz das Literaturhaus Salzburg, wo auch nach 35 Jahren das Leben zur Sprache kommt.
PROGRAMM:
Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19.30 Uhr
ILIJA TROJANOW & WLADIGEROFF BROTHERS
Wo Europa endet und immer wieder beginnt
Lesung mit Fotografien & Live-Musik
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19.30 Uhr
SALZBURG CONNECTION
Lesungen von Bettina Balàka, Wolfgang Wenger,
Robert Kleindienst & Christopher Schmall
Musik: Nane Frühstückl
Freitag, 16. Oktober 2026, ab 17.30 Uhr
Lesen & ¡lesen lassen!
17.30 Uhr: SILENT READING
19.30 Uhr: Wettlesen ¡lesen lassen!