Seit 1995 organisiert das LITERATURHAUS SALZBURG ausgehend von der Idee des Literaturhaus-Leiters Tomas Friedmann jedes
Jahr die Reihe "Europa der Muttersprachen" – ein mehrtägiges Festival mit Literatur, Kunst und Musik aus einem europäischen
Land, einer europäischen Sprache. In diesen Tagen soll ein Ausschnitt europäischer Kultur auf möglichst vielen Ebenen
erfahrbar gemacht werden.
"Wer auf seiner Sprache beharrt, und sei es eine, die nur eine kleine Anzahl von Menschen als
Muttersprache betrachtet, der sucht sich also keineswegs an das Abgelebte zu klammern, dessen Verschwinden notwendig ist
und daher auch nicht zu betrauern wäre. Er stemmt sich dem Neuen, das kommen muß, nicht aus dumpfem Ressentiment entgegen,
sondern sucht es, indem er das Menschenrecht der eigenen Sprache nicht preisgibt, zu humanisieren." (Karl-Markus Gauß,
"Das Europäische Alphabet", Zsolnay 1997)