Shodo. Der Weg des Schreibens

Do, 12.09.2019 - Do, 19.12.2019

Genre: Kalligraphie-Ausstellung

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: frei

Die Kalligraphie, die Kunst des „Schönschreibens von Hand“, ist eine traditionelle Kunst Ostasiens, die von China nach Japan kam. Geschrieben wird mit Pinsel und Tusche. In der Schrift, die auch für die bildende Kunst eine eigene Bedeutung hat, drückt sich der Charakter des Schreibers bzw. der Schreiberin aus. Da die Schrift ein Mittel zur Kommunikation darstellt, ist selbstverständlich auch das „Lesen“ wichtig. Doch heute, sagt Shoko Sakuragi, die Leiterin des Zentrums für japanische Kultur in Wien, scheint mir der Aspekt des „Genusses beim Betrachten“ der Zeichen generell eine größere Rolle zu spielen; man nähert sich den Schriftzeichen ähnlich wie Bildern. Dabei spielen die Farbstärke der Tusche, die Pinselführung, die Raumaufteilung des Blattes und die Gesamtkomposition eine Rolle.

Die Lehrerin für japanische Muttersprache begann bereits in der Kindheit Kalligraphie zu lernen. Sie hat den Meistertitel erworben und den Künstlernamen „Keisetsu“ bekommen, was so viel wie „Aussicht auf Schnee“ bedeutet. In der Ausstellung zeigt Keisetsu Sakuragi ausgewählte kalligraphische Arbeiten – eigene sowie von Schüler*innen der Meisterin.

Anlass ist das Jubiläumsjahr 150 Jahre diplomatische Beziehungen Japan und Österreich, den das Literaturhaus Salzburg zum Anlass für einen besonderen Fokus auf japanische Kultur nimmt. Am 29. November findet eine 12-stündige Fukushima-Benefiz-Veranstaltung mit einem Workshop der Künstlerin, mit Literatur (Milena Michiko Flašar, Murakami-Schauspieler-Lesung), Musik, Film etc. statt, und am 4. Dezember tritt die bekannte Autorin Yoko Tawada auf.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und bei Abendveranstaltungen (bei Vormittagsveranstaltungen eingeschränkter Besuch)