Ludwig Laher , Karl Müller , Fritz Popp
Ulrike Steiner

Über das gesunde Wörterbuch-Empfinden

Do, 15.06.2000, 20 Uhr

Genre: Essay, Statements, Podiumsdiskussion

Veranstalter: Grazer Autorenversammlung / Salzburg, Literaturhaus, Salzburger Autorengruppe

Eintritt: öS 80,-/ 50,-

In einem STANDARD-Kommentar hat der Schriftsteller Ludwig Laher 1999 darauf hingewiesen, daß das Österreichische Wörterbuch (ÖWB) nicht als bloßes Auskunftsbüro für Fragen der Orthographie mißverstanden werden dürfe. Viele Einträge gäben ordentlich zu denken. Wer sich z. B. informiert, ob skurril mit zwei l oder r geschrieben wird, erfährt, das Wort stehe für verschroben, sonderbar, ausgefallen, eigenwillig. Beispiel: skurrile Künstler.

Die Österreichische Wörterbuchstelle meinte darauf in einer bemerkenswerten Stellungnahme an den STANDARD u.a., in der neuen Ausgabe 2001 werde der Eintrag skurril mit der Anwendung Kritiker und mimosenhaft mit Künstler verknüpft werden.

Ludwig Laher hat nun seine Recherchen ausgeweitet und einen Essay verfaßt, der viele Anknüpfungspunkte für eine Diskussion bietet. Frau Ulrike Steiner vom ÖWB wird erwidern. Unter der Leitung von Fritz Popp (Autor, Lehrer, Lehrbuchautor) diskutieren neben Ludwig Laher N.N. (ÖWB), der Germanist Karl Müller (Universität Salzburg ) u. a.


Ludwig Laher, geb. 1955 in Linz, lebt in St. Pantaleon/Oö. Jüngste Buchveröffentlichungen: Selbstakt vor der Staffelei (Haymon 1998), Wolfgang Amadeus junior: Mozart Sohn sein (Haymon 1999).