Kurt Wölfflin
Maria & Kurt Wölflingseder / Hölderlin-Flöten-Quartett

Die Nachtigall

Do, 19.02.2004, 20 Uhr

Genre: Zum 70. Geburstag von Kurt Wölfflin

Veranstalter: erostepost, Bibliothek d. Provinz

Eintritt: frei

Lesung: Maria Wölflingseder, Kurt Wölflingseder Musik: Hölderlin-Flöten-Quartett (Flöte: Vera Klug-Dragovic, Violine: Erika Sugimoto, Viola: Susanna Mette-Dobmeyer, Cello: Barbara Lübke). „Vielleicht ist es so“, begann er feierlich und wußte nicht, wie er seine Rede weiterentwickeln sollte. Doch als er die gespannte Erwartung in Annas Augen sah, kam ihm der Einfall, der ihn selber überraschte: „Vielleicht haben die Menschen eine Tag- und eine Nachtseite“, sagte er. „Wie der Wald. Bei Tag singen die Vögel, und in der Nacht heult der Wolf.“ „Das ist gut!“, rief Anna Sophie und richtete sich vor Begeisterung wieder auf. „Ja, so könnte es sein!“ Eine Weile schwieg Anna, sah ihren Onkel forschend an, dann fragte sie: „Ist Mozart nun ein Vogel oder ein Wolf?“, und als Fritz Suedamar hilflos die Schultern hob, fügte sie hinzu: „Es gibt doch auch Vögel, die in der Nacht singen!“ – „Ich denke, du hast recht“, sagte Fritz Suedamar. „Vielleicht ist er eine Nachtigall!“ Kurt Wölfflins „Die Nachtigall“ ist die Zauberflötengeschichte der späten 80er Jahre. Fritz Suedamar soll in Salzburg für eine Werbeagentur ein noch nie dagewesenes Projekt für das Mozart-Jubiläum entwickeln. Er wird, wie Tamino, in absonderliche und bedrohliche Ereignisse verwickelt und kämpft um seine Pamina. Anna, die kleine Nichte Suedamars, begleitet und führt ihn mit ihrer kindlichen Naivität und Kreativität von Stufe zu Stufe seiner Wandlung und wird selbst Opfer einer Königin der Nacht. Realistisches und Skurriles, Geheimnisvolles, Phantastisches, Heiteres und Melancholisches verwandeln sich unaufhörlich und unmerklich von einem ins andere…