Levin Westermann

Ovibos moschatus - VERSCHOBEN

Mo, 29.11.2021, 19.30 Uhr / Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: prolit, JBZ

Eintritt: frei

VERSCHOBEN

Die Arktis ist der Ort, an den der Dichter Levin Westermann in diesen Essays immer wieder zurückkehrt. Sie ist die Heimat der Moschusochsen, die einen Kreis formen, um sich und ihre Jungen vor Angreifern zu schützen, eine Taktik, die gegen den Menschen jedoch zum Scheitern verurteilt ist, der Moschusochse wurde beinahe ausgerottet.

Levin Westermanns Essays ziehen zahlreiche Verbindungslinien, die allesamt dort zusammenlaufen, wo der Mensch die Natur für seine Zwecke missbraucht und vernichtet. Er zitiert aus Forschungen von Anthropologen, Archäologen, Polar- und Verhaltensforschern. Ein in seinem moralischen Anspruch radikaler Autor, der die Kraft von Phantasie und Literatur gegen die Vernutzung der Welt setzt.

Hören werden wir an diesem Abend auch aus dem neuesten Lyrikband von Levin Westermann „farbe komma dunkel“, der mit den Mitteln der Poesie die akutesten Themen unserer Gegenwart durchquert. „Brisanter kann Lyrik kaum sein“ (FAZ)

Levin Westermann, geb. 1980 in Meerbusch, studierte an der Hochschule der Künste Bern, lebt als freier Schriftsteller in Biel. Veröffentlichte einige Lyrikbände, die vielfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Clemens-Brentano-Preis, Schweizer Literaturpreis 2021. Der Essayband „Ovibos moschatus“ ist im Verlag Matthes & Seitz erschienen.