Marjana Gaponenko , Julya Rabinowich

Das letzte Rennen / Krötenliebe

Do, 29.09.2016, 19.30 Uhr

Genre: Lesungen & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8 / 6 / 4

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Als z.B. „dicht und phantasiereich“, „elegant“ und „erotisch“ bejubelten Kritiken die neuen Romane von Marjana Gaponenko und Julya Rabinowich. Die ukrainische wie die russische Autorin leben heute in Wien, schreiben auf Deutsch und lesen gemeinsam im Literaturhaus. Moderation: Ines Schütz und Anton Thuswaldner.

Voll schwarzem Humor und Melancholie erzählt Marjana Gaponenko in „Das letzte Rennen“ (C.H. Beck, 2016) vom bösen Erwachen eines modernen Taugenichts. Kaspar, ein verwöhnter junger Mann der Wiener Gesellschaft, studiert vor sich hin und scheint von Menschen, insbesondere Frauen, weniger zu verstehen als von den Ponys, die sein wohlhabender Vater sammelt. Dieser Adam, ein aus Polen stammender Ingenieur und Selfmademan, liefert sich mit dem einzigen Sohn ein verhängnisvolles Rennen.

Julya Rabinowich schreibt in „Krötenliebe“ (Deuticke, 2016) über die Verstrickungen und Sehnsüchte dreier Grenzgänger: Alma Mahler, die „femme fatale“, die den Verlust ihres Vaters mit Liebhabern aufzuwiegen versucht; Oskar Kokoschka, das „enfant terrible“ der Wiener Kunst im frühen 20. Jahrhundert, der seinem Liebeskummer mit unzulänglichen Mitteln beizukommen versucht; und Paul Kammerer, der umstrittene Vater der Epigenetik, der das Geheimnis um seine Kröten-Experimente mit ins Grab nimmt.

Marjana Gaponenko, geb. 1981 in Odessa, schreibt Lyrik und Prosa, ihre Freizeit verbringt sie mit Haflingern. 2010 erschien ihr erster Roman „Annuschka Blume“. Der Roman „Wer ist Martha?“ (2012) wurde mehrfach ausgezeichnet.

Julya Rabinowich, geb. 1970 in St. Petersburg, Autorin, Bildende Künstlerin, Dolmetscherin und Kolumnistin in „Der Standard“. Ihr Debütroman „Spaltkopf“ (2008) wurde preisgekrönt und übersetzt; mehrere Bücher und Theaterstücke.