Wolfgang Herrmann

Wolfgang Herrmann & Salzburger Autorinnen: Hinter den Masken

Sa, 16.04.2016, 19.30 Uhr / Café Wernbacher, Franz-Josef-Straße 5

Genre: Lesungen & Gespräch

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 5



Der prominente Gast bei der heurigen Kaffeehauslesung hat sich das Thema der Demaskierung ausgesucht; ein fürchterlich aktuelles Thema, da die zunehmend in schrankenlosen Kapitalismus entgleisende Gesellschaft uns nur noch Masken und Marken ohne echte Inhalte anbietet. Literatur dagegen bleibt eine Bastion für das Wesentliche und Wirkliche.

Gleichermaßen das Fremde wie das Eigene, das Sichtbare wie das Verborgene: Im Textausschnitt „Der Andere“ von Margarita Fuchs zeigt die Autorin eine Wirklichkeit, die in der Person eines Pantomimen in der Stadt Salzburg verschiedene Identitäten bespielt.

In „Venezianische Maskenkomödie“ von Wolfgang Kauer wird das Aufkeimen von Renaissance-Gedanken innerhalb der venezianischen Kirche geschildert und in Relation gesetzt zum Selbstbewusstsein eines Kunstmalers, wobei aktuelle Bezüge nicht von der Hand zu weisen sind.
Alexander Peer liest aus „Stairway to Heaven“  – ein Familienfest, bei dem jeder konsequent am anderen vorbeiredet. Das verläuft mal ironisch, mal bitter: „Reden wir über Geld, dann brauche ich nicht zu bekennen, wie beschissen ich mich fühle.“, wie es der erfolgreiche Unternehmer bekennt.

Musikalisch begleitet wird der Abend von Gerald Endstrasser am Keyboard.


Wolfgang Hermann, geb. 1961, studierte Philosophie und lebt in Wien; er veröffentlicht seit 1988 Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Libretti und Hörspiele; zuletzt: „Abschied ohne Ende“, Roman, 2012; „Schatten auf dem Weg durch den Bernsteinwald“, Gedichte, 2013; „Die Kunst des unterirdischen Fliegens“, Roman, 2015; Die letzten Gesänge, Erzählungen, 2015; zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Anton-Wildgans-Preis.