Rodica Draghincescu , Andrej Lasarev

Exilangues

Mo, 19.09.2011, 20 Uhr

Genre: Literarisch-musikalische Performance

Veranstalter: prolit

Eintritt: € 8/6/4

Das Ich in all seinen Facetten und Erscheinungsformen, nie fassbar, schillernd, oszillierend, wandelbar oder verschwindend, ist zentrales Thema der Poesie der rumänischen Autorin Rodica Draghincescu, einer Lyrik, die rebellisch, aufbegehrend, surreal und zugleich leise daherkommt, kongenial in Körpersprache umgesetzt von dem kasachischen Schauspieler Andrej Lasarev.
In drei Sprachen (Rumänisch, Französisch und Deutsch) und verschiedensten Formen und Mitteln des Ausdrucks bewegt sich die literarische Performance durch Themen von Sprache und Exil, Entwurzelung und Identität, Abgelegenheit und Nostalgie.

Rodica Draghincescu, geboren 1962 in Buzias (Rumänien), veröffentlichte Gedichte, Romane und Essays in Französisch und Rumänisch. Sie wurde mit dem „Géo Bogza” Preis für neue avantgardistische Lyrik, dem Großen Preis der Union Rumänischer Schriftsteller und der Schriftstellervereinigung Bukarests und 2006 mit dem Lyrikpreis „Le Lien” in Metz ausgezeichnet, wo sie heute lebt. Rodica Dranghincescu ist Herausgeberin der Internationalen Revue für Information und kulturelle Bildung, „Levure littéraire”.

Andrej Lasarev, geboren in Kasachstan, Regie-Abschluss an der Deutschen Theater-Akademie in Almaty. Lebt derzeit als Schauspieler, Dramaturg und Regisseur in Berlin. 2002 gründete er das atheater in Münster, 2003 arbeitete er im Auftrag des DeutschlandFunks als Journalist in Russ-land, danach führte Lasarev das Projekt GEGENWARTEN RUSSLAND am Maxim Gorki Theater in Berlin durch. Teilnahme am Internationalen Theaterforum der jungen Bühnenangehörigen beim Berliner Theatertreffen. Preis der Landesregierung NRW für das Theaterprojekt „Salam Münster, mon amour“.