Europa der Muttersprachen

Seit 1995 wird - erfunden von Literaturhaus-Leiter Tomas Friedmann - jedes Jahr das Festival "Europa der Muttersprachen" organisiert: Literatur, Film, Kunst und Musik aus einem europäischen Land, einer europäischen Sprache. In etlichen Veranstaltungen und Ausstellungen werden an mehreren Tagen und Abenden – in Zusammenarbeit mit Partnern (Expert/inn/en, Institutionen, Kulturministerien der jeweiligen Länder etc.) – europäische Geschichte & Geschichten thematisiert, denn für den Erfinder der Reihe besteht Europa nicht aus "Vaterländern" sondern aus Muttersprachen:

"Wer auf seiner Sprache beharrt, und sei es eine, die nur eine kleine Anzahl von Menschen als Muttersprache betrachtet, der sucht sich also keineswegs an das Abgelebte zu klammern, dessen Verschwinden notwendig ist und daher auch nicht zu betrauern wäre. Er stemmt sich dem Neuen, das kommen muß, nicht aus dumpfem Ressentiment entgegen, sondern sucht es, indem er das Menschenrecht der eigenen Sprache nicht preisgibt, zu humanisieren." (Karl-Markus Gauß, "Das Europäische Alphabet", Zsolnay 1997)

Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Sprachen
http://members.chello.at/heinz.pohl/Sprachen_Europas.htm
http://europa.eu/abc/european_countries/languages/index_de.htm

Europa der Muttersprachen 2017: Literatur aus der Ukraine

26. bis 28. April 2017, Literaturhaus Salzburg
zweisprachige Lesungen & Gespräche, Filme, Ausstellung, Musik, Buffet
mit den ukrainischen Autoren Juri Andruchwytsch, Andrej Kurkow, Natalka Sniadanko, Kateryna Babkina, Taras Prohasko und Tanja Maljartschuk sowie der Musikerin Mariana Sadovska und der Künstlerin Yevgenia Belorusets
(derzeit in Planung)

Europa der Muttersprachen 2016: Roma und Sinti

LITERATURHAUS SALZBURG
Ausstellungen, Literatur, Musik, Filme

Doku-Ausstellung
1. bis 28. April, Literaturhaus

BEIM ERINNERN VERGESSEN
Zwei Doku-Ausstellungen zur Geschichte der Roma am Balkan und im Burgenland:
 "Die Hölle von Jasenovac" und "Auf den Spuren der Vergangenheit"

Midissage: Montag, 11. April, 19.30 Uhr mit Bajram Haliti (Präsident der intern. Roma-Union, Belgrad) sowie mit Martin, Julius, Paul und Emmerich Gärtner Horvath (Verein Karika - für Roma und Sinti, Oberwart)

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis
17 Uhr sowie bei Abendveranstaltungen

Eintritt: frei

Podiumsdiskussion & Fest
Samstag, 9 . April, ARGEkultur

Internationaler Roma-Tag

Lesungen & Gespräch, ab 17 Uhr: Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der Roma-Community, u.a. die Künstlerin Maja Ljubotina Antonescu, der Schriftsteller Ruzdija Russo Sejdovic und der Präsident der Roma-Union Bajram Haliti, der ab 19 Uhr einen Vortrag hält – danach Fest mit Kulinarik, Live-Musik und Tanz.

Kunst-Ausstellung
Mittwoch, 4. Mai, Literaturhaus, 19.30 Uhr

Ceija Stojka: Während des Gehens verloren wir unser Gesicht

Vernissage mit Vortrag, Film und Musik: Nuna Stojka und der Live-Band "Amenza Ketane": Hojda Willibald und Michi Stojka (beide Gitarre) und Christian Vidic (Gesang)

Ausstellung von Bildern der Roma-Künstlerin Ceija Stojka im Literaturhaus von 4. Mai bis 7. Juli 2016

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis
17 Uhr sowie bei Abendveranstaltungen

Eintritt: frei

Geschichte & Geschichten der Roma
Dienstag, 10. Mai, Literaturhaus, 19.30 Uhr

Von der Heimat in der Sprache

Lesungen der Roma-Autoren Jovan Nikolic und Rudzija Russo Sejdovic sowie Gespräch mit dem Schriftsteller Karl-Markus Gauß und dem Germanisten Klaus-Michael Bogdal über Roma und Sinti gestern und heute

Bereits um 17 Uhr wird der Film "Just the Wind" (91 Min, Regie: Bence Fliegauf) über einenTag im Leben einer ungarischen Roma-Familie im Klima von Angst und Verfolgung gezeigt.

Musik & Literatur
Freitag, 13. Mai, Literaturhaus, 19.30 Uhr

Harri Stojka & Band mit Doron Rabinovici: Jenseits von Ohnehin

Der Musiker Harri Stojka und der Schriftsteller Doron Rabinovici sind aufgrund ähnlicher Familiengeschichten miteinander verbunden, verleugnen ihre Herkunft nicht, lassen sich jedoch nicht auf sie beschränken. Ein literarisch-musikalischer Dialog voll Dissonanz und Harmonie, Nachdenklichkeit und Gefühl.

Bereits um 17 Uhr wird der Film "Time of the Gypsies" (org. Romanes mit dt. UT, 135 Min, Regie: Emir Kustorica) über die Geschichte eines jungen Roma gezeigt, der unfreiwillig ins kriminelle Milieu gerät.

Zum Festival ist ein eigener Folder erschienen.
Veranstalter: Verein Literaturhaus in Kooperation mit dem Verein Phurdo Zentrum Roma-Sinti (Salzburg), dem Verein Karika - für Roma und Sinti und dem Verein Roma – Service (Kleinbachseiten) mit freundlicher Unterstützung des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, des Zukunftsfonds der Republik Österreich, der Plattform für Menschenrechte (Salzburg), von Stadt und Land Salzburg sowie des Kulturministeirums in Wien

TRAILER

Infos & Fotos siehe -> PRESSE