
- Genre: Lesung & Gespräch
- Beteiligte: Feridun Zaimoglu
Veranstalter: Rauriser Literaturtage, Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Mesnerhaus, Rauris
Sohn ohne Vater
Veranstalter: Rauriser Literaturtage, Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Mesnerhaus, Rauris
Der Roman „Sohn ohne Vater“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2025) von Feridun Zaimoglu erzählt von einem trauernden Sohn, vom Zusammenhalt einer Familie und von einer Reise in ein fremdes Land. Moderation: Tomas Friedmann.
Es ist früh am Morgen, als die Mutter anruft, um ihm zu sagen, dass sein Vater gestorben sei. Der Erzähler weiß nicht, was er tun soll. Er ist allein in seinem Schmerz. Wer kann ihn trösten? Nach und nach wird ihm klar: Er muss in die Türkei, zu seiner Mutter – und am Grab des Vaters stehen, um sich von ihm zu verabschieden. Doch der Erzähler, ein Schriftsteller aus Kiel, leidet unter Flugangst. Er bittet zwei Freunde, ihn mit dem Wohnmobil mitzunehmen. Gemeinsam planen sie die Reise: über Linz, Szeged und Edirne bis nach Edremit und zurück. Über fünftausend Kilometer. Es ist der Beginn eines abenteuerlichen Roadtrips quer durch Europa, geprägt von den Erinnerungen an den Vater und seine vielen Leben: an den Ehemann und Akkordarbeiter, an den Geschichtenerzähler oder den Siebzigjährigen, dessen gefärbte Koteletten eine ganze Feriensiedlung in Aufruhr versetzen konnten.
www.rauriser-literaturtage.at
Feridun Zaimoglu, geb. 1964 in Bolu/Türkei, kam als Sohn türkischer Gastarbeiter nach Deutschland und lebt in Kiel. Er schreibt Romane, Erzählungen, Essays, Drehbücher und Theaterstücke, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Walter Kempowski Preis 2025. Sein Debüt „Kanak Sprak“ (1995) gehört zum Kanon der deutschsprachigen Literatur.