Donnerstag,
30.09.10

Reisen.Schreiben

Eintritt frei

Karl-Markus Gauß

Reisen.Schreiben

„Nicht deshalb bricht er auf, weil er ein Ziel vor Augen sieht, sondern weil er keines vor Augen sieht. Aber um eines zu sehen. Nicht deshalb greift er zur Feder, weil er eine Einsicht hat, sondern weil er keine hat. Aber um eine zu gewinnen.“ Dieses Zitat von Günther Anders stellt Karl-Markus Gauß seiner „Chronik der Gegenwart – Von nah, von fern“ voran und weist damit die Richtung, in die dieses, wie auch viele andere seiner Bücher, führt: in die Tiefe der Zeiten, in vergessene europäische Regionen, in die Vernetzung von Sprachen und Literaturen. Die Ausstellung im Literaturhaus Salzburg gibt einen Einblick in die Arbeit und das Schaffen des reisenden Schriftstellers Karl-Markus Gauß. Sie zeigt, wie er seine Reiseerlebnisse beschreibt, wie er sich die Welt erschreibt und auf welche Reisen in andere Sprachen wiederum seine Texte gehen. Im Mittelpunkt stehen die „Reisebücher“: „Die sterbenden Europäer“, „Die Hundeesser von Svinia“, „Die versprengten Deutschen“ und „Die fröhlichen Untergeher von Roana“. Neben den Texten sind Fotos von Kurt Kaindl zu sehen, die den Schriftsteller auf seinen Reisen zeigen, außerdem Gauß-Porträts von Clemens Andel, Wolfgang Günther, Zygmunt Januszewski, Peter Karlhuber, Hermann Kremsmayer und Günther Nussbaumer. Die Ausstellung „Reisen.Schreiben“ porträtiert einen Schriftsteller, der unterwegs ist, unablässig auf der Suche nach jenem Gesicht der Welt, das uns fremd anmutet und doch unser eigenes ist. Vernissage: Donnerstag, 30. September, 19.30 Uhr Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und bei Abendveranstaltungen