Sonntag,
15.03.26
11:00

Helena-Adler-Preisverleihung: Stehlen, Schimpfen, Spielen

Eintritt frei

Veranstalter: Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Literaturhaus

Helena-Adler-Preisverleihung: Stehlen, Schimpfen, Spielen

Veranstalter: Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Literaturhaus

Zum zweiten Mal wird der Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur vergeben: in Erinnerung an die 2024 verstorbene Autorin Helena Adler zur Förderung österreichischer Gegenwartsliteratur für ein besonderes belletristisches Werk, das sich sprachlich, formal wie inhaltlich auflehnt, trotzt und widersetzt. And the prize goes to … Barbi Marković für ihr Buch „Stehlen, Schimpfen, Spielen“ (Rowohlt Verlag, 2025). Wir gratulieren herzlich!
Barbi Marković liest bei der Matinee nach der Laudatio von Mia Eidlhuber aus ihrem preisgekrönten Buch, Magdalena Kufer (Bass, Gitarre, Piano) spielt Musik.

Die dreiköpfige Fachjury – bestehend aus der Literaturjournalistin Katja Gasser (ORF), dem Buchhändler Klaus Seufer-Wasserthal (Rupertus Buchhandlung) und der Kulturredakteurin Mia Eidlhuber (Der Standard) – hat einstimmig entschieden. Der mit 7.777 Euro dotierte Literaturpreis wurde von Tomas Friedmann (mit Unterstützung des Künstlers und Adler-Nachlassverwalters Thomas E. Stadler) ins Leben gerufen und wird jährlich getragen vom österreichischen Kulturministerium, von Stadt und Land Salzburg, der Gemeinde Oberndorf, von Literaturhaus und privaten Spenden.

Aus der Jurybegründung für den Helena-Adler-Preis 2026:
Schreiben ist für Barbi Marković „ein Machtakt der kleinen, in die Ecke gedrängten Seelen“. Dieser Moment schafft eine wesentliche Verbindung mit Helena Adler. Mehr noch: Beide schreiben sich, wenn auch stilistisch unterschiedlich, aus ihrer Herkunft heraus, ohne diesen Umstand je zu verleugnen. Genau daraus generieren sie eine ungeheure transformative literarische Kraft, die nicht vordergründig feministisch anmutet, sondern zutiefst selbstermächtigend agiert. „Ich lüge, um die Wahrheit besser zu treffen“, bekennt sich Barbi Markovic. Ihr Buch „Stehlen, Schimpfen, Spielen“ ist ein höchst unterhaltsamer Regelbruch, ein für alle ermunternder Grenzgang, eine geglückte Stilübung in literarischer Wahrhaftigkeit.

Barbi Marković, geb. 1980 in Belgrad, lebt in Wien und schreibt Romane, Hörspiele, Theaterstücke etc. Bekannt wurde sie mit „Superheldinnen“ (Roman, 2016); für „Minihorror“ (Kurzgeschichten) erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2024; ihr „Piksi-Buch“ wurde als Fußballbuch des Jahres 2025 ausgezeichnet.