
- Genre: Lesung & Gespräch
- Beteiligte: Jehona Kicaj
Veranstalter: Literaturfest Salzburg, prolit
Veranstaltungsort: Festzentrum im Kurgarten
ë
Veranstalter: Literaturfest Salzburg, prolit
Veranstaltungsort: Festzentrum im Kurgarten
Im Albanischen steht das „ë“ für einen Buchstaben, der meist nicht ausgesprochen wird, der zugleich aber von Bedeutung ist. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule, auf die Universität, sie sucht nach Verständnis, stößt dabei immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit, Ignoranz. Als Ende der 90er-Jahre der Kosovokrieg ausbricht, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt.
Der Roman „ë“ erzählt vom Kosovokrieg und erinnert an den Schmerz von Familien, deren Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in den Körper eingeschrieben ist, wird von Jehona Kicaj im Wortsinn zur Sprache gebracht.
Bitte um Platzreservierungen via www.literaturfest-salzburg.at
Telefonische Reservierung ab dem 05.05. unter +43 (0)650 6875439 werktags Mo, 08:15-09:15 und Mi, 17:30–18:30, während des Fests Do 28.05. und Fr, 29.05. jeweils von 10:00–11:00
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Zwischen den Telefonzeiten ist eine Reservierung per SMS unter Angabe aller Daten (Veranstaltung, Ihr Name, Anzahl der Reservierungen) möglich. Sie erhalten eine SMS als Bestätigung. Reservierungen über die Mailbox können leider NICHT bearbeitet werden.
Jehona Kicaj, geboren in Suharekë (Kosovo, Jugoslawien), aufgewachsen in Göttingen, studierte Philosophie, Germanistik und Literaturwissenschaft. Mitherausgeberin der Anthologie „›Und so blieb man eben für immer‹. Gastarbeiter:innen und ihre Kinder“ (2023). Mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Roman „ë“ (Wallstein Verlag) stand sie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025.