
- Genre: Lesung & Gespräch (port./dt.)
- Beteiligte: Mia Couto
Veranstalter: Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Literaturhaus
Der blinde Fluss
Veranstalter: Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Verein Literaturhaus
Veranstaltungsort: Literaturhaus
Mia Couto ist der bekannteste Schriftsteller von Mosambik und einer der bedeutendsten Autoren portugiesischer Sprache. 30 Jahre nach seinem Literaturhaus-Auftritt kommt er wieder nach Salzburg, um gemeinsam mit der Übersetzerin Barbara Mesquita seinen neuen Roman „Der blinde Fluss“ (Unionsverlag 2026; orig. „A Cegueira do Rio“) – ein bildgewaltiges Buch über die Narben der Kolonialherrschaft – vorzustellen. Peter Arp liest auf Deutsch.
Lautlos gleitet das Boot mit deutschen Soldaten aufs Ufer des Rovuma zu und bringt eine neue Zeitrechnung mit sich: Der Überfall auf den portugiesischen Militärposten markiert den Beginn des 1. Weltkriegs in Ostafrika. Und noch immer liegt der Schatten des Maji-Maji-Aufstands auf der Region, niedergeschlagen von den Kolonialtruppen. Der afrikanische Hilfssoldat Nataniel versucht gemeinsam mit seinem Bruder, in den Untiefen zwischen den Kolonialmächten zu navigieren, wo Ungeheuer aller Art lauern. Beinahe unbemerkt geht etwas Seltsames vor sich: Aus Berichten, Karten und Büchern
verschwinden Buchstaben – und die Macht der Europäer scheint sich zu verflüchtigen.
Mia Couto, geb. 1955 als Sohn portugiesischer Einwanderer in Beira/Mosambik, lebt als Autor und Biologe in Maputo, wo er auch Journalist war. Seit 1983 veröffentlicht er Romane, Erzählungen und Gedichte und erhielt für sein z.T. verfilmtes Werk zahlreiche Auszeichnungen.