Mittwoch,
28.02.24
10:15

ScienceWeek/ Tag der Germanistik

Eintritt frei außer Konzert: öS 100,-

Veranstalter: Institut für Germanistik, Literaturhaus, ScienceWeek

ScienceWeek/ Tag der Germanistik

Veranstalter: Institut für Germanistik, Literaturhaus, ScienceWeek

Im Rahmen der österreichweiten ScienceWeek veranstaltet das Institut für Germanistik der Universität Salzburg zum ersten Mal einen „Tag der Germanistik“ im Literaturhaus Salzburg. Zwischen 10 und 22 Uhr erwartet alle Interessierte ein vielfältiges Programm, ein Büchertisch der Rupertus Buchhandlung und das ganztägig offene LiteraturCafé. Der Eintritt ist frei, ausgenommen Klezmer-Konzert (100 Schilling). 10 bis 13 Uhr „Dorch got, wer is diu Minne?“/„Um Gottes willen, was ist Liebe?“ Ein Creative-Writing-Workshop zur mittelalterlichen Liebeslyrik Leitung: Manfred Kern Die „Erfindung“ einer neuen abendländischen Liebeslyrik zählt zu den größten literarischen Leistungen des Hochmittelalters. In einem „Creative-Writing-Workshop“ werden wir uns Sprache, Bildlichkeit und Dramaturgie der mittelalterlichen Liebeslyrik aneignen und die lyrischen Stimmen der Vergangenheit mit „modernen“, kreativen Antworten konfrontieren. 14 bis 15.45 Uhr VON BERNHARD BIS ZWEIG Literarischer Stadtspaziergang Führung: Herwig Gottwald Treffpunkt: Trakl-Haus, Waagplatz 1 (Innenhof) An literarisch bedeutsamen Gebäuden auf beiden Seiten der Altstadt wird erläutert, wo literarische Berühmtheiten vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts gewohnt und verkehrt haben und wie sie Salzburg erlebten (Stefan Zweig, Georg Trakl, Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss, Peter Handke, Thomas Bernhard u.a.). 16.15 bis 17.45 Uhr Erinnerung-Gedächtnis-Geschichts- bewältigung Österreichisch-polnischer Studentenworkshop zur österreichischen Gegenwartsliteratur Präsentation: Ulrike Tanzer u.a. Im Jänner 2001 fand ein bilateraler Workshop zum Thema „Erinnerung-Gedächtnis-Geschichtsbewältigung“ an der Universität Lodz/PL statt. Die Salzburger Teilnehmer/innen (Gerda Binder, Andreas Freinschlag, Christian Haslecker, Ulrike Tanzer) stellen ihren Beitrag vor, der sich mit Ruth Klügers Autobiographie „weiter leben“ beschäftigt, und berichten über ihre Erfahrungen und Eindrücke in Polen. 18 bis 19 Uhr LITERATUR UND EXIL Powerpoint-Präsentation Moderation: Karl Müller Vom Computer wird via Videobeamer auf einer großen Leinwand das Projekt „Österreichische Exil-Literatur seit 1933“ vorgestellt. Gezeigt wird ein Aufriss über Emigration und Exil im 20. Jahrhundert als eine der zentralen Lebens- und Schreiberfahrungen für österreichische Schriftsteller/inn/en. Ziel: qualifiziertes Bildungsmaterial auch für den Lernmarkt (Fernstudien). Eine Kooperation mit der Theodor Kramer Gesellschaft/Wien 19 bis 20 Uhr AUTOBIOGRAPHIE UND FIKTION. TEXTE AUS DEM EXIL Lesung Vortragende: Karl Müller und Armin Eidherr Die österreichische Exilliteratur seit 1938 – ohne sie ist österreichische Literatur des 20. Jahrhunderts nicht vorstellbar – stand immer im Schatten des Mainstreams nach 1945, obwohl sie diesem an Bedeutung, menschlicher und philosophischer Tiefe vieles voraus hat. Die vorgetragenen Texte haben auch dokumentarischen Anspruch. 20 bis 22 Uhr KLEZMER CHAJ! KLEZMER LEBT! Jiddische Literatur und Musik Texte: Armin Eidherr Musik: Gruppe Klezmorim Die Gruppe Klezmorim hat sich in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Interpret traditioneller ostjüdischer Musik gemacht. Die Musiker – Simone Klebel (Gesang & Texte), Marion Ellmer (Gesang & Gitarre), Georg Winkler (Klarinette & Baßklarinette), Peter Aradi (Kontrabaß), Berni Rothauer (Gitarre & Percussion) – werden an diesem Abend jiddische Lieder und Instrumentalstücke spielen, Armin Eidherr (Träger des Johann-Heinrich-Voß-Preises für Übersetzung 2000) liest Ausschnitte aus von ihm übersetzten jiddischen Büchern und vertieft somit die Begegnung mit der Kultur, aus der die Musik der Klezmorim erwachsen ist.