Nach Gudrun Seidenauers Absage im Februar ist Fritz Popp in diesem Jahr der erste, der in der entspannten Atmosphäre des Vogl-Kellers (gemeinsam mit dem Musiker Stefan Guggenberger) das Publikum dazu einlädt, sich auf seine Lyrik einzulassen:
Willkommen im Zwischenraum
zusammengehalten von ein paar undichten Träumen
Aigenartigem und Aigensinnigem
Willkommen im Zwischenraum
was aussieht wie Halt, täuscht:
kein Halt, nur Zwischenaufenthalt im Wortreich
Willkommen im Zwischenraum
bist kein Zuseher, bist Teil einer Ansicht
versponnen in Wortspiel, Bild und Klang
Willkommen im Zwischenraum
wo sich nicht alles reimt, was klingt
wie Gestaltungsmöglichkeit mit dünnen Lautfäden
Willkommen im Zwischenraum
Mit Vorhängen aus Kindheit und Ahnung
vor Aussichten zukünftiger Fragestellungen
Willkommen im Zwischenraum
zwischen dir und deinen unerwachten Absichten
Willkommen im Wort
Willkommen bei dir
Gedichte aus dem Zwischenraum von spielerischer
Intellektualität und geformter Phantasie,
Wachen und Träumen, Sinn und Nonsense, Geburt und Tod.
Musikalische Zwischentöne: Stefan Guggenberger an der Jazzgitarre
Fritz Popp, Lehrer, Literaturvermittler und Schriftsteller. Hat nicht nur viele Kabarett-Texte, Satiren und erzählende Prosa publiziert, sondern ist von Anfang an als Lyriker hervorgetreten – bereits 1984 erhielt er dafür das Trakl-Förderungsstipendium. Schreibt Beiträge für den ORF, für Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte in zahlreichen Anthologien; Rezensionstätigkeit; Redaktionsmitglied der Salzburger Literaturzeitschrift SALZ. Jüngste Lyrikpublikation: „Verirrte Schläfer, ungeschützte Träumer“, Grasl 2001; neuere Gedichte in: „Wie es so geht ohne Harfe.“, Gedichtanthologie, Edition Eizenbergerhof 2005. Wilhelm-Szabo-Lyrikpreis 2002. Jahresstipendium für Literatur des Landes Salzburg 2003. Staatsstipendium für Literatur des Bundes 2005.
Veranstaltungsort: Vogl & Co., Aignerstraße 58 |