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Monatsübersicht Schwerpunkte
 
 
 
   

 
Donnerstag, 9. Oktober 2003
20 Uhr  
 
Johann Barth       
Christoph Janacs       
Ludwig Laher       
Dorothea Macheiner       
Elisabeth Reichart       
30 Jahre Grazer Autorenversammlung
Prosalesungen

Eintritt: Euro 6
Veranstalter: GAV Salzburg

© v.l.n.r.: R. Prießnitz, F. Mayröcker, E. Jandl, I. Aichinger/Foto: Heidi Heide

Junge, innovative, sprachkritische AutorInnen (z. B. „Wiener Gruppe“, „Forum Stadtpark“, „Aktionismus“, „konkrete poesie“) fühlten sich in den 60er und Anfang der 70er Jahre vom literarischen Geschehen Österreichs ausgeschlossen. Sie gründeten im März 1973 in Graz eine Vereinigung mit dem Ziel, neben dem traditionellen österreichischen P.E.N.-Club in den Internationalen P.E.N.-Club aufgenommen und damit regional und international anerkannt zu werden. Als dies nicht gelang, bildeten sie eine eigene, progressive Schriftstellerorganisation, die Grazer Autorenversammlung, die bald zur größten im Lande wurde. Gründungsmitglieder waren u.a. H.C. Artmann, Wolfgang Bauer, Peter Handke, Ernst Jandl, Elfriede Jelinek, Alfred Kolleritsch, Friederike Mayröcker, Julian Schutting und Peter Turrini. Im Zuge der Regionalisierung wurden auch Büros in den Bundesländern eröffnet. Eines der ersten war das Büro der GAV in Salzburg. Trotz der großen Zahl unterschiedlichster Persönlichkeiten bildet die GAV eine Einheit in ihrem Bestreben, Öffentlichkeit für Literatur und Kunst zu schaffen. Schon in den ersten Jahren ihres Bestehens organisierte sie große Tagungen und Ausstellungen zur avantgardistischen und experimentellen Literatur und ihren Zusammenhängen mit bildender Kunst, Fotografie und Film, Aktionismus etc., diskutierte Innovatives in Medienbereichen („neues hörspiel“, 1975) und brachte Tabus zur Sprache („literatur und sexualität“, 1982). Auch die Querverbindungen zur Musik und zu sozialen Verhaltensformen wurden thematisiert. Es entstanden regelmäßige Reihen wie „tag der freiheit des wortes“ oder „lyrik im märz“.

Am heutigen Abend stellen sich die Autorinnen und Autoren der GAV aus Salzburg, Johann Barth, Ludwig Laher, Christoph Janacs, Dorothea Macheiner sowie Elisabeth Reichart (Wien) mit neuen Prosatexten vor. Am 23. Oktober folgt ein Abend mit Lyrikbeiträgen.

Johann Barth, geboren 1931 in Siebenbürgen, lebt in Salzburg. Zuletzt erschien „Vaters Leiden“ (1997).

Christoph Janacs, geboren 1955 in Linz, lebt als Lehrer und Autor in Niederalm. Zuletzt erschien „Der Gesang des Coyoten“ (2002).

Ludwig Laher, geboren 1955 in Linz, lebt als freier Autor und Übersetzer in St. Pantaleon. Zuletzt erschien „Feuerstunde“ (2003).

Dorothea Macheiner, geboren 1943 in Linz, lebt als freie Autorin in Salzburg. Zuletzt erschien „Yvonne – eine Recherche“.

Elisabeth Reichart, geboren 1953 in Steyregg, Studium in Salzburg, lebt als freie Autorin in Wien. Zuletzt erschien „Das vergessene Lächeln der Amaterasu“ (1998).

 
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