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Geschichte

Der in der Strubergasse gelegene Eizenbergerhof wurde um 1600 errichtet und ist damit das älteste noch existierende Haus im Salzburger Stadtteil Lehen. Die ehemalige Gaststätte von Balthasar Eitzenberger war schon immer ein vielfrequentierter Ort.
In Briefen Leopold Mozarts wird der Eizenbergerhof als „eine Art Kasino außerhalb der Stadt" beschrieben, "in dessen großen Sahle manchmal Bälle, Gastmahle und Hochzeitsfest" abgehalten wurden.

1904 erwarb die Stadt Salzburg das Haus, in der Folge wurde es als militärisches Quartier, Depot, Werkstätte und Wohnraum genutzt. 1986 wurde von der Stadt Salzburg erstmals ein Konzept für die kulturelle Nutzung des Eizenbergerhofs vorgelegt, die Entscheidung fiel schließlich zugunsten eines Literaturhauses.
Die Musik- und Festspielstadt Salzburg setzte damit einen deutlichen Akzent für die Literatur und steht seitdem auf einer Stufe mit Berlin, Frankfurt, Hamburg und Wien, Weltstädte, die ebenfalls ein Literaturhaus eingerichtet haben.

Nach den erfolgreich abgeschlossenen Renovierungsarbeiten wurde am 14. Oktober 1991 das Salzburger Literaturhaus offiziell eröffnet. Unter der Leitung von Harald Friedl arbeiteten der Trägerverein und die fünf im Haus beheimateten Literatureinrichtungen an der Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Zielsetzungen: Literaturförderung, Förderung von Autorinnen und Autoren, Leseförderung.

Die Zusammenarbeit hat sich bewährt: Seit 1991 bringen Erostepost, die Grazer Autorenversammlung/Salzburg (GAV), prolit, das Literaturforum Leselampe & SALZ, die Salzburger Autorengruppe (SAG) und der Verein Literaturhaus (seit 1993 unter der Leitung von Tomas Friedmann) im Literaturhaus Salzburg - laut H.C. Artmann „Österreichs schönstes Literaturhaus" – gemeinsam das Leben zur Sprache.