Theodor-Kramer-Preis 2022: Meral Simsek & Gerhard Oberschlick

23.09.2022
Am Donnerstag, 29. September, treten um 19.30 Uhr die Kramer-Preisträger*innen des heurigen Jahres auf: die kurdisch-türkische Autorin Meral Simsek und der österreichische Philosoph und Publizist Gerhard Oberschlick. Reservierung: (0662) 422411, karten@literaturhaus-salzburg.at

Seit 2001 vergibt die Theodor Kramer-Gesellschaft jährlich den Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil. Dabei werden sowohl die literarische Qualität als auch die Haltung und das Schicksal der Preisträger*innen gewürdigt. Der 22. Theodor Kramer Preis wird 2022 zu gleichen Teilen an Meral Simsek und Gerhard Oberschlick verliehen. Die Preisverleihung ist am 9.9. in Niederhollabrunn – und wie jedes Jahr werden die Preisträger*innen nach Salzburg eingeladen.

 

Mit Gerhard Oberschlick (geb. 1942) wird ein Philosoph und Publizist geehrt, der sich leidenschaftlich für die Freiheit der Meinungsäußerung in Österreich einsetzt. In seinem Leben ist der Autor einen weiten Weg gegangen: als Organisator des Volksbegehrens zur Auflösung des Bundesheeres wie als Redakteur und Herausgeber der Zeitschrift NEUES FORVM bis hin zur Freundschaft mit dem und Engagement für den Exilphilosophen Günther Anders. Der Kramer-Preis zeichnet ihn auch als Vorkämpfer für Menschenrechte und Demokratie aus.

Mit Meral ?im?ek (geb. 1980) wird bewusst eine in der Türkei politisch verfolgte Autorin kurdischer Herkunft, die Türkisch schreibt, geehrt, um ihr beizustehen und einem Aufruf des International P.E.N. zu folgen. Verfasserin eines preisgekrönten lyrischen Werks, dessen Übersetzung vorbereitet wird, rebelliert sie im Gedicht Zeile für Zeile gegen jene Mächte, die Unterwerfung einfordern, und mobilisiert die griechische Götterwelt und zoroastrische Mythen für ihren Kampf gegen die Unterdrückung ihrer Nation und für ein selbständiges Leben als Frau.

 

Eintritt: 10/8/6 Euro
Veranstalter: Verein Literaturhaus, Theodor Kramer Gesellschaft