Margarita Fuchs , Ludwig Laher , Andreas Peters , Fritz Popp

Vom Stutzen der Flügel

Sa, 14.10.2017, 19.30 / Café Wernbacher, Franz-Josef-Str. 5

Genre: Lesungen & Musik

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 5

Ludwig Laher

Keine Angst: Literatur will nicht die Enge, sie hat eher das Ansinnen, Flügel wachsen zu lassen. Sie ermuntert dazu, sich zu erheben. Natürlich kann das nur gut gehen, wenn zuvor die Augen aufgegangen und die Koordinaten klargelegt worden sind.

In diesem Jahr begrüßt die Salzburger Autorinnen- und Autorengruppe Ludwig Laher im Café Wernbacher im Rahmen der schon zur Tradition gewordenen Kaffeehauslesung. Der renommierte Autor ist der SAG aus früheren Jahren verbunden, in denen er im Vorstand leitend und engagiert mitwirkte. Wie alle Jahre ist die Kaffee- hauslesung der SAG auch ein Wettbewerb, thematisch sollte es um „das Stutzen der Flügel“ gehen: Unter den anonymen Einreichungen hat Ludwig Laher als Mitlesende Margarita Fuchs, Fritz Popp und Andreas (Andrej) Peters ausgewählt.

Fuchs legt sparsam wie hintergründig eine psychologisch intensive Geschichte vor, die vom Besuch eines Vaters bei seiner fortgezogenen Tochter im ländlichen Spanien erzählt. Popp konfrontiert kompromisslos mit den Qualen der lebensverlängernden Medizin.
Peters hat das Thema metaphorisch aufgegriffen und erzählt wortverspielt und schalkhaft vom Tragen eines Klaviers. Ludwig Laher selbst wird als Hauptakteur des Abends aus dem Roman „Überführungsstücke“ lesen, der von einem kuriosen bayrischen Justizverwaltungsinspektor erzählt.

Musikalisch wird der Abend von Zsuzsa Kiss begleitet, von Thomas Müller & Peter Reutterer umspielt.

 

Ludwig Laher, geboren 1955 in Linz, lebt als freier Schriftsteller in St. Pantaleon und Wien; er schreibt Prosa, Lyrik, Hörspiele, Drehbücher, Wissenschaftliches, arbeitet auch als Übersetzer und Herausgeber. Zuletzt erschienen der Roman „Überführungsstücke“ (2016), der Erzählband „Kein Schluß geht nicht“ (2012), der Gedichtband „was hält mich“ (2014) sowie 2017 die von ihm betreute und mit einem großen Essay ergänzte erste quellenkri- tische Werkausgabe des Salzbur- ger Vormärzlyrikers Ferdinand Sauter mit dem Titel „Durchgefühlt und ausgesagt“.