Karl-Markus Gauß , Kathrin Röggla
Daniela Strigl, Klaus Zeyringer

meaoiswiamia

Fr, 16.09.2022, 18.30 Uhr

Genre: Podiumsdiskussion & H.C. Artmann-Hommage

Veranstalter: meaoiswiamia – Österreich zu Gast bei der Leipziger Buchmesse 2023 in Kooperation mit dem Verein Literaturhaus

Eintritt: € 14/12/10

Österreich ist Gastland bei der Leipziger Buchmesse 2023. Unter dem Motto „meaoiswiamia“ (mehr als wir) wird das internationale Augenmerk in rund 100 Veranstaltungen auf österreichische Literatur und die Buchszene gelenkt. Im Vorfeld wird nun das heimische Publikum zur Begegnung, Auseinandersetzung und Unterhaltung eingeladen – quasi als ein Auftakt zum Thema.

PROGRAMM

18.30 Uhr:
„Was ist österreichische Literatur?“
Podiumsdiskussion mit den beiden Schriftsteller*innen Karl Markus Gauß und Kathrin Röggla sowie den Literaturkritiker*innen und -wissenschaftler*innen Daniela Strigl und Klaus Zeyringer, Moderation: Stefan Gmünder
 
Im Anschluss nach einer kleinen Pause, um ca. 20 Uhr:
„Ich bin Abenteurer und nicht Dichter“
Literarisch-musikalisches H.C. Artmann-Programm mit dem Schauspieler und Kabarettisten ­Erwin Steinhauer (Stimme) sowie den Musikern Georg Graf (Blasinstrumente), Joe Pinkl (Keyboard, Posaune, Tuba) und Peter Rosmanith (Perkussion, Hang)

Die Idee, „Vielfalt radikal ernst zu nehmen“ und damit ein Gegenkonzept zu dem nicht nur in Österreich tief sitzenden Gedanken „Mia san mia“ zu propagieren, ist für Katja Gasser als künstlerische Leiterin von „meaoiswiamia“ Kern des Gastlandauftritts auf der Buchmesse im kommenden Jahr. Dazu stellt sie Fragen: Was genau ist das Österreichische an der gegenwärtigen Literatur dieses Landes? Worin unterscheidet sie sich von der deutschen? Vor allem aber: Macht nationale Zuordnung von Literatur überhaupt Sinn? Ist nicht jede nationale Begrenzung eine gefährliche Einengung, die der Literatur sehr grundsätzlich, in ihrem Innersten, widerspricht?

Karl-Markus Gauß schreibt im Geleitwort zum Gastlandprojekt ‚Österreich bei der Leipziger Buchmesse 2023‘: „Die Literatur hat keine nationale Bestimmung, aber töricht wäre es zu glauben, dass die Globalisierung an jedem Ort der Erde dieselbe Farbe habe und dieselben fruchtbaren und furchtbaren Folgen zeitige. Es ist daher weiterhin sinnvoll, die zeitgenössische Literatur nicht nur in der digitalen Ortlosigkeit zu suchen, sondern an konkreten Orten der realen Welt.“ Dieser Abend im Literaturhaus ist eine Auseinandersetzung mit den speziellen Farben der zeitgenössischen Literatur Österreichs, eine Suche nach ihren fruchtbaren wie fürchterlichen Seiten.