Peter Rosei

Peter Rosei liest Peter Rosei - VERSCHOBEN

Mi, 28.04.2021, 19.30 Uhr

Genre: Kommentierte Autorenlesung

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

© Gabriela Brandenstein

WIRD VERSCHOBEN

In unregelmäßigen Abständen wird ein/e österreichische/r Schriftsteller/in ins Literaturhaus eingeladen, um an einem Abend das eigene Werk lesend und selbst kommentierend zu präsentieren. Nun stellt sich der Romancier und Essayist Peter Rosei dieser Herausforderung.

Von seinem ersten Erfolgsroman „Wer war Edgar Allan?“ (1977) – kongenial 1984 von Michael Haneke verfilmt – bis zu seinen jüngsten Arbeiten: Peter Rosei hat eines der umfangreichsten Werke der neueren deutschen Literatur geschaffen.

Von Anfang an setzt sich Rosei mit großen Autoren auseinander, im Roman „Bei schwebendem Verfahren“ (1973) etwa mit den Erzählwelten Franz Kafkas. Dominiert in den frühen Publikationen ein nüchterner, protokollarischer Ton, der Gesellschaft wie Natur mit radikalem Pessimismus schildert, findet man später eine eher melancholische bzw. sarkastische Betrachtungsweise. Seine Philosophie als Künstler hat Rosei in zahlreichen Essays konkretisiert, z.B. in „Beiträge zu einer Poesie der Zukunft“ (1995) sowie in „Brown vs. Calder: Gedanken zur Dichtkunst“ (2015). Und immer wieder nimmt er als engagierter Zeitgenosse zu gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verhältnissen in Wien und der Welt kritisch Stellung.

Peter Rosei, geboren 1946 in Wien, wo er als Autor von Prosa, Lyrik und Dramatik lebt. Viele Publikationen, zuletzt „Karst“ (Roman, 2018), „Die große Straße: Reiseaufzeichnungen“ (2019), „Ich bin kein Felsen, ich bin ein Fluss“ (Essays, 2020) und „Das Märchen vom Glück“ (Roman, 2021). Zahlreiche Auszeichnungen, z.B. Franz-Kafka-Preis, Anton-Wildgans-Preis und Großes Ehrenkreuz für Verdienste um die Republik Österreich.