Thomas Arzt , Olga Flor , Rudolf Habringer , Yvonne Zitzmann

Frühlingsfest `21: Salzburger Verlage - ONLINE

Do, 25.03.2021, 19.30 Uhr

Genre: Literatur & Musik

Veranstalter: Verein Literaturhaus & Verlage

Eintritt: € 10/8/6

Diese Veranstaltung findet ONLINE statt.

Link zur Veranstaltung folgt in Kürze

Jedes Jahr wird ein österreichischer Verlag eingeladen, sein Programm bei einem literarischen Frühlingfest vorzustellen. 2020 musste Corona-bedingt entfallen, jetzt wird die Feier mit den vier Salzburger Verlagen Jung und Jung, Müry Salzmann, Residenz und Otto Müller nachgeholt. Die Verleger Arno Kleibel, Mona Müry, Claudia Romeder sowie der Lektor Günther Eisenhuber stellen Autoren und ihre Bücher vor. Die Musik des Abends kommt von der Sängerin Doro Hanke, begleitet von Herb Berger (Saxofon) und Hermann Linecker (Piano).

In seinem Romandebüt „Die Gegenstimme“ (Residenz Verlag, 2021) zieht uns der Dramatiker Thomas Arzt hinein in den Strudel des 10. April 1938. Der Student Karl Bleimfeldner kehrt in seinen Heimatort zurück, um gegen den „Anschluss“ an Hitlerdeutschland zu stimmen – als Einziger im Dorf. Eine Handvoll Übermütiger bricht auf, um den Verräter zu stellen.
Thomas Arzt, geboren 1983 in Schlierbach, lebt in Wien und zählt seit „Grillenparz“ (2011) zu den meistgespielten zeitgenössischen Dramatikern Österreichs; zuletzt war „Die Österreicherinnen“ (2019) ein Publikumserfolg. Außerdem Kurzprosa und Hörspiele, 2020 „Laute Nächte“ und „Ikarus“.

Ave Ceasar, morituri te salutant!“ gilt als Gruß der Gladiatoren beim Betreten der Arena: „Heil dir, Caesar, die Todgeweihten grüßen dich!“ In ihrem neuen Roman „Morituri“ (Verlag Jung und Jung, 2021) lässt Olga Flor zeitgenössische Morituri auftanzen. Und es gibt wenig, das sich in dieser Tour de Force durch die Niederungen der österreichischen (Polit-)Landschaft nicht optimal nutzen ließe, das Outfit, die Sprache, die Wahrheit und die Körper von Asylsuchenden.
Olga Flor, geboren 1968 in Wien, schreibt Romane, Kurzprosa, Theaterstücke etc. Zuletzt erschienen der Roman „Klartraum“ (2017) und der Essayband „Politik der Emotion“ (2018). Zahlreiche Auszeichnungen, z.B. Veza-Canetti- Preis 2014 und Franz-Nabel-Preis 2019.

Im Roman „Leirichs Zögern“ (Otto Müller, 2021) von Rudolf Habringer gerät das Leben eines scheuen Historikers aus den Fugen. Eine Fremde eröffnet ihm, dass er einen Halbbruder hat, von dessen Existenz er nichts wusste. In der Auseinandersetzung mit der Geschichte wird Gregor Leirich mit seiner Kindheit konfrontiert, dem verstorbenen Vater und einem Schweigen, das auch der Nachkriegszeit geschuldet ist. Schließlich wagt er ein Familientreffen ...
Rudolf Habringer, geboren 1960 in Schwanenstadt, lebt in Walding bei Linz. Er schreibt Romane, Erzählungen, Satiren, Theaterstücke, arbeitet als Herausgeber und tritt als Kabarettist und Musiker auf. Zuletzt erschien der Essayband „Das Unergründliche und das Banale“ (2017).

Der Debütroman „Tage des Vergessens“ (Müry Salzmann, 2021) von Yvonne Zitzmann basiert auf tatsächlich in der DDR-Zeit von westlichen Pharmakonzernen durchgeführten Forschungen ... Sieben Personen melden sich als Probanden für ein Medikament, das das gezielte Vergessen der eigenen Vergangenheit ermöglichen soll. Doch bereits nach wenigen Tagen läuft die Studie aus dem Ruder.
Yvonne Zitzmann, geboren 1976 in Frankfurt, lebt in Rangsdorf bei Berlin. Sie schreibt Lyrik, Prosa, Hörspiele für Kinder und Erwachsene und übersetzt aus dem Russischen. Jüngste Publikationen: „Meine digitale Familie“ (2019) und das Kiinderbuch „Maledu“ (2020).

Swing, Bossa & Soul kommen beim Frühlingsfest 2021 vom Trio Hanke, Berger & Linecker. Unter dem Titel „Coming home for jazz moments“ interpretiert Doro Hanke Songs von Ella Fitzgerald über Frank Sinatra bis Antonio Carlos Jobim. Begleitet wird sie von zwei herausragende Musikern der österreichischen Jazzszene!