Franzobel

Die Eroberung Amerikas - VERSCHOBEN

Mo, 22.03.2021, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

© Julia Haimburger

Diese Veranstaltung WIRD VERSCHOBEN.

Das neue Buch des österreichischen Schriftstellers ist ein Feuerwerk des Einfallsreichtums! Nach dem Bestseller „Das Floß der Medusa“ (2018) über eine historische Tragödie vor der afrikanischen Westküste 1816 begibt sich Franzobel jetzt auf die Spuren eines wilden Eroberers der USA im Jahr 1538. Sein Roman ist auch ein Gleichnis für die von Gier und Egoismus gesteuerte Gesellschaft, die von eitlen und unfähigen Führern in den Untergang gelenkt wird. Moderation: Tomas Friedmann.

Ferdinand Desoto hatte Pizarro nach Peru begleitet, dem Inkakönig Schach und Spanisch beigebracht, dessen Schwester geschwängert und mit dem Sklavenhandel ein Vermögen gemacht. Er war bereits berühmt, als er 1538 eine große Expedition nach Florida startete, die eine einzige Spur der Verwüstung durch den Süden Amerikas zog. Knapp 500 Jahre später klagt ein New Yorker Anwalt im Namen aller indigenen Stämme auf Rückgabe der gesamten USA an die Ureinwohner.

Franzobel, geboren 1967 als Franz Stefan Griebl in Vöcklabruck, lebt als Autor von Prosa, Lyrik und Theaterstücken in Wien. Für seine zahlreichen Werke erhielt er viele Auszeichnungen, z.B. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002), den Nestroy-Theaterpreis (2005) und den Nicolas-Born-Preis (2017). Zuletzt erschien sein Krimi „Rechtswalzer“ (2019).