Sandra Gugic , Mieze Medusa , Karin Peschka

Hurra, wir leben! Neue Bücher österreichischer Autorinnen - ONLINE

Fr, 19.02.2021, 19.30 Uhr / online

Genre: Lesungen & Gespräche

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Online-Veranstaltung

Link zu den Lesungen

Drei neue Bücher von drei österreichischen Autorinnen werden an einem Abend vorgestellt: „Putzt euch, tanzt, lacht“ (Otto Müller Verlag, 2020) von Karin Peschka, „Du bist dran“ (Residenz Verlag, 2021) von Mieze Medusa sowie „Zorn und Stille“ (Hoffmann und Campe, 2020) von Sandra Gugić.
Moderation: Ines Schütz, Anton Thuswaldner und Tomas Friedmann. Musik: Nane Frühstückl.

Die Kritik ist sich einig: „Zorn und Stille“ übertrifft noch ihr hochgelobtes Debüt. „Mit präziser Beobachtung erschafft Sandra Gugić das Bild einer Balkan-Gesellschaft, die in jeder Generation neu um ihre Träume kämpfen muss.“ (SWR)
Was heißt es, aus einem Land zu kommen, das es nicht mehr gibt? Die Fotografin Billy Bana ist eine moderne Nomadin, die ihre Herkunft anscheinend hinter sich gelassen hat. Als ihr Vater stirbt, wird Billy von der Vergangenheit eingeholt, ihrem Aufwachsen als Gastarbeiterkind in Wien: Was wurde aus den Träumen ihrer Eltern? Warum kam es zum Bruch mit ihrer Familie? Und wie konnte ihr kleiner Bruder bloß spurlos verschwinden? Ein brillant erzählter Roman über Freiheit und Verantwortung, Liebe und Verlust, Herkunft und Selbstbestimmung.

Sandra Gugić, geboren 1976 in Wien, lebt in Berlin. Die Mitbegründerin der  Autor*innen-Allianz „nazisundgoldmund.net“ hat in Literaturzeitschriften veröffentlicht und für das Theater geschrieben, bevor 2015 ihr ausgezeichneter Debütroman „Astronauten“ und 2019 der Lyrikband „protokolle der gegenwart“ erschienen.

Als Poetry Slammerin ist Mieze Medusa seit Jahren erfolgreich, nun legt sie mit „du bist dran“ einen Roman vor, der mit Witz, Herzenswärme und einem ganz eigenen Sound die Stimmen der Gegenwart einfängt. Drei liebenswerte Außenseiter suchen ihren Platz im Leben: die 18jährige Agnesa, ein Wiener Mädel mit Migrationshintergrund und ohne Schulabschluss, der Computer-Nerd Eduard, den die Midlife-Crisis zum Stalker in den Weiten des WWW macht, und die Feministin Felicitas, die mit 69 immer noch rebellisch unterwegs ist, mittlerweile – der Liebe wegen – in der tiefen Provinz. Ihre Wege kreuzen sich, und allen wird klar: Gemeinsam geht es besser, auch wenn dabei liebgewonnene Lügen auf der Strecke bleiben müssen. Ein Roman zum Lachen und Weinen!

Mieze Medusa, geboren 1975 als Doris Mitterbacher in Schwetzingen (D), lebt als Autorin, Slammerin und Herausgeberin in Wien. Sie zählt zu den fixen Größen der österreichischen Poetry-Slam-Szene. Seit 2012 bildet sie mit Yasmo das Team MYLF und publiziert Bücher und Musik (u.a. gemeinsam mit Markus Köhle).

Schreiben bedeute, „eine Art, die Welt zu betrachten und auf die Welt einzugehen“, erzählt Karin Peschka im Autorinnen-Porträt des STANDARD, der sie als „späte Debütantin der österreichischen Literatur“ bezeichnet: „Und was sie für eine ist!“
Fanni arbeitet in einem Supermarkt in der Provinz. Sohn und Tochter sind erwachsen, der Mann arbeitet zufrieden dem Ruhestand entgegen. Die wenigen Jahre bis zur eigenen Pensionierung lassen sich an einer Hand abzählen. Da wirft der Tod einer Freundin Fanni aus der Bahn. Sie läuft weg, trifft auf der Flucht ihre Jugendliebe wieder und schließt neue Freundschaften. Gemeinsam mit anderen gründet sie einen Klub, um auf der Pinzgauer Alm von Fannis Eltern alternativ zu leben. Eine Aussteigergeschichte voll Humor und Lebensfreude!

Karin Peschka, geboren 1967 in Linz, aufgewachsen in Eferding (OÖ), lebt seit 2000 in Wien. Veröffentlichungen: „Flatline“ (mit Hubert Neuper, 2013), die Romane „Watschenmann“ (2014) und „FanniPold“ und der Erzählband „Autolyse Wien“ (beide 2017). Preise und Auszeichnungen.