Nikola Madzirov , Davor Stojanovski

Junge Literatur aus Nordmazedonien

Di, 10.11.2020, 19.30 Uhr

Genre: Lesungen & Gespräch

Veranstalter: prolit, Otto Müller Verlag / Literatur & Kritik

Eintritt: frei

Foto oben St. © Monika Stojanovska

Kartenreservierung

Mazedonien, die einstige Teilrepublik Jugoslawiens, die nach langen Streitigkeiten mit dem Nachbarland Griechenland nunmehr offiziell „Republik Nordmazedonien“ heißt, ist eine der unbekanntesten europäischen Literaturlandschaften. Nur wenige Bücher sind aus dem Mazedonischen ins Deutsche übersetzt worden. Zuletzt wurde allerdings der vor 16 Jahren verstorbene Petre M. Andreevski (mit seinem Roman „Quecke“ und den Erzählungen „Alle Gesichter des Todes“, erschienen im Guggolz-Verlag) in etlichen Ländern als einer der großen europäischen Erzähler des 20. Jahrhunderts entdeckt.

Die Zeitschrift „Literatur und Kritik“, die mit ihren Herausgebern Karl-Markus Gauß und Arno Kleibel seit je ihr Augenmerk auch auf die Literatur weniger bekannter Regionen und Sprachgruppen richtet, stellt in ihrem aktuellen Heft die neueste mazedonische Literatur, die Dichter und Dichterinnen des 21. Jahrhunderts vor. Bei der Veranstaltung werden zwei repräsentative Autoren dieser Generation aus ihren Texten lesen und im Gespräch auch darüber berichten, unter welchen Bedingungen heute in Mazedonien eine überaus interessante Literatur entsteht.

Davor Stojanovski wurde 1987 in Skopje geboren und ist Autor, Übersetzer und Musiker. Schon mit 18 Jahren wurde er für sein erstes Theaterstück mit dem Anne-Frank-Preis ausgezeichnet. Er lebt in Skopje und derzeit in Kärnten.

Nikola Madžirov, 1973 in Stremnica geboren, ist Dichter, Essayist, Herausgeber. Vom international bekannteste mazedonische Autor sind Gedichte in dreißig Sprachen übersetzt. Er lebt in Skopje und ist oft Gast internationaler Literaturfestivals.