Monika Helfer
Arash T. Riahi

Die Bagage & Ein bisschen bleiben wir noch

Mo, 05.10.2020, 18.30 Uhr / DAS KINO

Genre: Lesung & Film

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, DAS KINO

Eintritt: € 16 (Lesung & Film), € 10/8 (Lesung, € 10 (Film), Karten nur über DAS KINO

© Isolde Ohlbaum

„Eine Ordnung in die Erinnerung zu bringen – wäre das nicht eine Lüge? Eine Lüge insofern, weil ich vorspielen würde, so eine Ordnung existiere.“

Maria und Josef leben mit ihren Kindern „am letzten Ende hinten oben“, ganz am Rande eines kleinen Dorfes in Vorarlberg. Sie werden von den Dorfbewohnern „die Bagage“ genannt, Josef ist Nachkomme von Arbeitern ohne festen Wohnsitz. Monika Helfer erzählt in ihrem neuen Roman die Geschichte dieser Familie: Josef wird als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen, während Maria mit den Kindern zurückbleibt. Eines Tages begegnet ihr ein Fremder, Georg aus dem fernen Hannover, und Maria wird schwanger. Das Kind Grete, mit der Josef nie ein Wort sprechen wird, ist die Mutter der Autorin. Helfer fragt in ihrem Roman danach, wie sich Erinnerungen fassen lassen, und erzählt eine Herkunftsgeschichte, die ihre eigene ist.

Im Anschluss an die Lesung wird „Ein bisschen bleiben wir noch“ gezeigt, die Verfilmung von Monika Helfers Roman „Oskar und Lilli“. Manfred Mittermayer führt ein Gespräch mit Regisseur Arash T. Riahi.

Monika Helfer, geb. 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht, u.a. „Bevor ich schlafen kann“ (2010) und „Die Bar im Freien“ (2012, beide Deuticke Verlag). Mit „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“ (Jung und Jung Verlag, 2017) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Der Roman „Die Bagage“ erschien 2020 im Hanser Verlag. Monika Helfer wurde u.a. mit dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur ausgezeichnet.