Raoul Schrott

Werk & Welt

Fr, 27.03.2020, 18.30 Uhr / Gasthof Grimming, Rauris

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus, Rauriser Literaturtage

Eintritt: frei

© Annette Pohnert

Raoul Schrott ist einer der wichtigsten Schriftsteller Österreichs. Sein aktueller Roman „Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal“ (Hanser Verlag, 2019) greift Aspekte jenes Buches auf, für das er 1996 mit dem Rauriser Literaturpreis für die beste deutschsprachige Prosa-Erstveröffentlichung ausgezeichnet wurde: Fragen nach dem Ende der Welt, dem „Finis Terrae“, und den Wagemut, ins Neue und Unbekannte aufzubrechen. Darüber spricht der reisebegeisterte Autor mit Literaturhaus-Leiter Tomas Friedmann, bevor er die abenteuerliche Geschichte eines Weltumseglers erzählt.

Vor 500 Jahren brach der Hannes aus Aachen mit Magellans Flotte zu den Gewürzinseln auf. Und damit ins völlig Ungewisse. Meutereien. Schiffbrüche. Kämpfe, Menschenfresserei – nur um an Nelken zu kommen. Am Ende kehrte bloß ein einziges Schiff zurück. Nur 18 Seeleute überlebten, unter ihnen „Juan Aleman“. Dass er noch ein zweites und sogar drittes Mal zur Weltumsegelung aufbrach, ist alles, was man von ihm weiß. Raoul Schrott ist dieser Nebenfigur der Weltgeschichte hinterhergereist: Schwelgerisch und voll fühlbarer Details schenkt er seinem Simplicissimus  auf hoher See ein ganzes Leben.

Raoul Schrott, geboren 1964 in Landeck/Tirol, lebt in Egg/Vorarlberg. Der Autor von Prosa, Lyrik, Drama erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Neben literarischen Arbeiten hat er philologische Studien und Übersetzungen v.a. antiker Texte veröffentlicht.