Sasha Filipenko

Rote Kreuze

Di, 17.03.2020, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

© Lukas Lienhard/Diogenes Verlag

Kartenvorverkauf

Der Roman „Rote Kreuze“ (Diogenes Verlag, 2020) von Sasha Filipenko ist das erste Buch des weißrussischen Autors mit Wohnsitz St. Petersburg, das auf Deutsch erscheint. Moderation und Übersetzung: Ruth Altenhofer. Deutsche Lesung: Michael Kolnberger.

Moskau, 1941. Russland steht schon im Krieg gegen Nazideutschland, doch im Innern wütet nach wie vor der Wahnsinn der stalinistischen Säuberungen. Tatjana ist eine junge Fremdsprachensekretärin im Außenministerium, sie hat eine kleine Tochter, ihr Mann steht an der Front. Da landet ein Brief auf ihrem Schreibtisch, den sie übersetzen soll: eine Liste des Roten Kreuzes mit russischen Kriegsgefangenen in Rumänien. Darauf entdeckt sie den Namen ihres Mannes. Der Erleichterung, dass er lebt, folgt das Grauen – denn sie weiß, dass Kriegsgefangene und ihre Familien als Verräter verfolgt und in den Gulag geschickt werden. Sie trifft eine Entscheidung, die sie jahrzehntelang umtreiben wird. Sechzig Jahre später erzählt Tatjana ihrem jungen Nachbarn Alexander von ihrem Schicksal – und stemmt sich mit grimmigem Humor und Kampfgeist gegen das Vergessen.

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein weißrussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte der leidenschaftliche Fußballfan Literatur in St. Petersburg, wo er lebt, und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satire-Show und Fernsehmoderator. „Rote Kreuze“ ist der erste seiner fünf Romane, der auf Deutsch erscheint.