Ilinca Florian , Valerie Fritsch

Herzklappen von Johnson&Johnson / Das zarte Bellen langer Nächte

Do, 05.03.2020, 19.30 Uhr

Genre: Neue Bücher österreichischer Autorinnen

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

© Martin Schwarz
© Heike Rost

Kartenvorverkauf

Von Beziehungen und der Brüchigkeit des Lebens erzählen die beiden Autorinnen in ihren neuen Romanen. Moderation: Ines Schütz und Tomas Friedmann.

In „Herzklappen von Johnson & Johnson“ (Suhrkamp, 2020) lotet Valerie Fritsch die Verletzlichkeit des Menschen aus. Alma und Friedrich bekommen ein Kind, das keinen Schmerz empfinden kann. In ständiger Sorge kontrolliert die junge Mutter unaufhörlich den Jungen auf körperliche Unversehrtheit. Halt findet sie bei ihrer bettlägerigen Großmutter, die nach lebenslangem Schweigen zu erzählen beginnt: vom Aufwachsen im Krieg, von Flucht, Hunger und der Kriegsgefangenschaft des Großvaters. In den Geschichten findet Alma eine Erklärung für das Gefühl ihrer Verlorenheit.

Auch in Ilinca Florians Buch „Das zarte Bellen langer Nächte“ (Karl Rauch Verlag, 2020) stellt eine junge Frau Fragen an das Leben. Hannah kommt aus gutbürgerlichem Elternhaus, hat Soziologie studiert und lässt sich treiben. Sie hat kein Geld, jobbt und macht manchmal für Geld Dinge, für die sie sich schämt. Die Beziehung zu ihrem Freund dümpelt planlos vor sich hin, nur ein Hund wird ihr treuer Begleiter. Erst als Hannah einen Job in einer illegalen Bar annimmt und dort die wesentliche ältere Luise kennenlernt, spürt sie etwas wie Halt. Doch auch darauf ist kein Verlass.