Milena Michiko Flašar

12 Stunden Fukushima

Fr, 29.11.2019, 11 bis 23 Uhr

Genre: Benefiz mit Literatur, Musik, Film, Workshop, Schwertperformance, Cosplay

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: freiwillige Spende

Seit 2011, dem Jahr der Katastrophe von Fukushima, organisiert die japanische Musikerin Tomoko Sato mit den FRIENDS FOR JAPAN in Salzburg Benefiz-Veranstaltungen zugunsten betroffener Kinder. Das 12-stündige Benefiz im Literaturhaus will informieren, unterhalten und Spenden für evakuierte Kinder aus der Geisterstadt Ōkuma sammeln.

Programm:

Vormittag (geschlossene Veranstaltung)
Kalligraphie-Workshop mit Keisetsu Sakuragi für Schüler
 
14 Uhr
Traditions-Musik-Mix: 150 Jahre Beziehung Japan-Österreich: mit Christof Manhart, Christine Huber (Taiko), Tomoko Sato (Shinobue), Chantal Marie Baudet ­(Piano), dem Radauer Ensemble und los brassos (Brassquintett/Klasse Horst Hofer, Musikum) sowie Mitgliedern der Cosplay-Gruppe Animix Salzburg

15 Uhr
Workshop mit Drum-Circle-Leiterin Tomomi Kojima: Mit Rhythmusinstrumenten und Bewegungen arbeitet die Musikerin – über einen Sponsor aus Japan eingeflogen – mit Kindern und Erwachsenen (keine Anmeldung notwendig)

16 Uhr
Dokumentarfilm „FURUSATO – Wunde Heimat“ von ­Thorsten Trimpop (2016, 93 Min.): Warum leben Menschen in einer Gegend, obwohl sie wissen, dass von ihr eine tödliche Gefahr ausgeht? Dieser Frage spürt der preisgekrönte Dokumentarfilm nach. In Japan hat Heimat eine tiefe Bedeutung. Die Landschaft, in die man geboren wird, trägt der Mensch ein Leben lang in sich. Sie prägt ihn, sie ist ihm heilig, sie ist sein Furusato. Die Stadt Minamisoma ist geteilt: in die Sperrzone um den havarierten Reaktor und um den übrigen Teil, der trotz viel zu hoher Strahlenwerte weiterhin als bewohnbar gilt. Die verbliebenen Bewohner fühlen sich verantwortlich für die Aufrechterhaltung ihrer Traditionen, für ihre Mitmenschen, die Tiere – und viele können es sich auch nicht leisten, ­woanders zu leben. So singen die Schulkinder: „Ich liebe Fukushima, ich gehe hier nicht weg“.

17.30 Uhr
Peter Arp liest Haruki Murakami: Der Salzburger Schauspieler liest eine Geschichte des weltberühmten japanischen Schriftstellers aus dem Erzählband „Nach dem Beben“ (2003, übersetzt von Ursula Gräfe).
 
18.30 Uhr
Moderne Musik/Japan-Mix mit Marko Govorčin (Gitarre/Gesang), Jakob Mancinelli (Set Up, Marimba), Stefan Konzett, Lorenz Widauer, Mitgliedern des Flötenorchesters und der Taiko-Gruppe „Okumikawa“ sowie Schwertvorführung von Enshiro Dojo Salzburg
 
19.30 Uhr
Milena Michiko Flašar: Die österreichisch-japanische Autorin liest Auszüge aus ihren Romanen „Ich nannte ihn Krawatte“ (2012) und „Herr Kato spielt Familie“ (2018) und spricht mit Tomas Friedmann

20.30 Uhr
Japan-Jazz-Mix mit Stefan Konzett, Lorenz und Paul Widauer, Lukas Kranjz, Irina Sheshko, Tomoko Sato und dem Salzburger Flötenorchester sowie Auftritt Enshiro Dojo und Taiko-Gruppe „Okumikawa“

21.30 Uhr
Spielfilm „Grüße aus Fukushima“ von Doris Dörrie (2016, 104 Min.): Auf der Flucht vor zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust der großen Liebe reist die junge Deutsche Marie gemeinsam mit dem Clown Moshe in die japanische Präfektur Fukushima, um dort Menschen, die nach der Katastrophe von 2011 immer noch in Notunterkünften hausen, das Leben zu erleichtern. Marie scheint an der Aufgabe zu scheitern – bis sie die störrische Satomi kennenlernt. Die letzte Geisha von Fukushima will auf eigene Faust in ihr Haus in der Sperrzone zurückziehen. Marie beschließt, der alten Satomi dabei zu helfen.

Eintritt: Spenden für Kinder in 大熊町 / 福島
Buffet: Finger Food von den Vereinen JAL & JADS
Konzept: Tomoko Sato & Tomas Friedmann
Sponsoren: Musikum Salzburg Stadt, BRASSWERKSTATT Salzburg, Hirokazu Morooka