Christoph W. Bauer

Niemandskinder

Mi, 20.11.2019, 20 Uhr / Stadt:Bibliothek

Genre: Lesung & Lektüreworkshop

Veranstalter: prolit, Literaturforum Leselampe, Stadt:Bibliothek

Eintritt: frei, Anmeldung in der Stadt:Bibliothek, 0662 8072 2460, e-mail: stadtbibliothek@stadt-salzburg.at

© Fotowerk Aichner

Jänner 2015 – Paris wird von einem Terroranschlag erschüttert. Mittendrin ein Historiker, auf der Suche nach einer früheren Liebe. Vor Jahren sind Samira und er getrennte Wege gegangen, immer noch erinnert er sich an die gemeinsame Zeit. Dabei ist er vordergründig einer anderen Frau auf der Spur – Marianne, Kind einer österreichischen Mutter und eines marokkanischen Vaters, aus demselben Ort in den Alpen kommend, jedoch seit bald vier Jahrzehnten vermisst. Eine Zeitungsmeldung mit ihrem Bild hat ihn elektrisiert: Ihr Gesicht ähnelt jenem von Samira.

Niemandskindern ganz unterschiedlicher Art spürt Bauer in seinem Roman nach – verdrängt aus der Ordnung der Welt, gebunden an eine fremde Vergangenheit, vergessen für eine lebenswerte Zukunft. Im Hintergrund eine weitere Hauptfigur: ein Paris zwischen dem Glanz seines Zentrums und der Düsternis seiner Peripherie, gezeichnet von der Bedrohung des Terrors im Alltag.

Sie haben den Roman gelesen und möchten sich über Ihre Lektüreeindrücke in gemütlichem Rahmen austauschen?
Am Montag, 18. November, 18 Uhr, findet im Lesezimmer der Stadt:Bibliothek die „Leseprobe“ statt – ein Lesekreis für Buchneuerscheinungen.

Christoph W. Bauer, geb. 1968, lebt in Innsbruck und Paris, schreibt Lyrik, Prosa, Essays, Hörspiele und Übersetzungen. Zahlreiche Veröffentlichungen, mehrere Auszeichnungen, u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis (2001), Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb (2002), zuletzt Tiroler Landespreis für Kunst (2015). „Niemandskinder“ ist im Haymon Verlag erschienen.