Julya Rabinowich

Hinter Glas

Di, 14.01.2020, 11.30 Uhr / ab ca. 14 Jahren

Genre: Lesung & Gespräch ab 8. Schulstufe

Veranstalter: Junges Literaturhaus

Eintritt: € 3

Dauer max. 80 Minuten

Dazwischen: Ich (8. Schulstufe)
Vielen Flüchtlingskindern könnte es ähnlich wie der fünfzehnjährigen Protagonistin ergehen: Sie bauen Brücken zwischen ihren Familien und dem neuen Leben in der westlichen Welt. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg ist Madina in einem Land angekommen, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. Madina nimmt das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. Mit ihrer Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden erlebten wir mit Julya Rabinowich bereits sehr eindrucksvolle Veranstaltungen.

Hinter Glas (10. Schulstufe)
Wie ein Spiegel ist das bisherige Leben von Alice in tausend Scherben zerbrochen, ein Bild, das gleichzeitig der narrativen Organisation des Buches dient. Alice hält die Tyrannei des Großvaters nicht mehr aus und flieht zu Niko, ihrer großen Liebe. Von ihm erhofft sie sich Geborgenheit und verbringt mit ihm einen Sommer voller Freiheit. Doch dann verändert sich alles: Niko ist zunehmend unbeherrscht. Im Moment der größten Verzweiflung gelingt es Alice, sich aus dem Strudel zu befreien. Julya Rabinowich schreibt mit erzählerischer Intensität. Ihre Geschichte wirft Fragen auf, die auch mit Jugendlichen intensiv diskutiert werden können (sollten).

Dass sie sich besonders gut in junge Protagonistinnen hineinfühlen kann, hat Julya Rabinowich schon in „Dazwischen: Ich” bewiesen. Wer „Hinter Glas” als Emanzipationsgeschichte [...] liest, wird gebannt sein von der Eindringlichkeit, mit der die Autorin diesen Prozess schildert.
Christina Rademacher, 1001 Buch

Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Sie ist als Schriftstellerin, Kolumnistin und Malerin tätig sowie als Dolmetscherin. Bei Deuticke erschienen „Spaltkopf” (2008, u. a. ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis 2009), „Herznovelle” (2011, nominiert für den Prix du Livre Européen), „Die Erdfresserin” (2012) und „Krötenliebe” (2016). Mit „Dazwischen: Ich” veröffentlichte sie bei Hanser 2016 ihr erstes Jugendbuch. Es wurde u. a. mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis, dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Luchs (Die Zeit & Radio Bremen) ausgezeichnet.