Aeham Ahmad , Jad Turjman

Heimat : Fremde

Fr, 14.06.2019, 19.30 Uhr

Genre: Lesung, Gespräch & Piano

Veranstalter: Verein Literaturhaus, Friedensbüro Salzburg

Eintritt: € 12/10/8

© Foto Flausen
© Rami Al-Sayed

Karten Vorverkauf

Beim fünften Abend des Festivals Europa der Muttersprachen 2019 geht es um Flucht und Identität. Aeham Ahmad und Jad Turjman sind in Syrien geboren und aufgewachsen und nach Europa geflüchtet, beide erzählen ihre Geschichte.

Der syrische, heute in Salzburg lebende Autor Jad Turjman (*1989) beschreibt in seinem Debüt „Wenn der Jasmin auswandert“ (2019) die Geschichte seiner Flucht vom Orient in den Okzident. Bevor der Krieg ausbricht, genießt der junge Mann das Leben in seiner Heimatstadt Damaskus in vollen Zügen. Als der Einberufungsbefehl kommt, steht die Entscheidung schnell fest: Die Flucht nach Europa ist die einzige Möglichkeit, um dem sicheren Tod zu entrinnen.

Ein junger Mann spielt Klavier inmitten der Bombenkrater – für seine Nachbarn, vor allem für die Kinder, um sie von den Schrecken des Krieges abzulenken. Über YouTube wird Aeham Ahmad (*1988) als „Pianist aus den Trümmern“ weltbekannt. In seinem Buch „Und die Vögel werden singen“ (2017) erzählt er seine Geschichte, ein Zeugnis von Widerstand und Zuversicht: von seiner behüteten Kindheit in einem noch friedlichen Syrien, von seinem blinden Vater, dem Instrumentenbauer, von seinen Freunden, mit denen er durch die Straßen von Damaskus zieht. Doch er erzählt auch von den Anfängen der Rebellion, dem Beginn des schrecklichen Krieges und von seiner lebensgefährlichen Flucht nach Deutschland – und wie die tröstende Musik sein Leben rettet.