Michal Hvorecky , Andrej Kurkow

Traum : Albtraum

Mi, 15.05.2019, 19.30 Uhr / Europa der Muttersprachen

Genre: Lesungen & Gespräche

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 12/10/8

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Beim dritten Festival-Abend hinterfragen der meistgelesene Autor der Ukraine und der bekannteste Autor der Slowakei in ihren utopisch-dystopischen Büchern die Identität Europas. Moderation: Maryia Donska und Tomas Friedmann.

In seinem politischen Roman „Kartografie der Freiheit“ (2018, aus dem Russischen von Claudia Dathe) fragt Andrej Kurkow, ob wir wirklich „ein“ Europa sind. In der Nacht vor der Aufnahme Litauens in den Schengenraum beschließen drei Paare den Aufbruch: Ein Paar zieht nach London, eines nach Paris, das dritte bleibt im Baltikum. Können sie den europäischen Traum zum Leben erwecken?

Der amüsant-gruselige Roman „Troll“ (2018, aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch) von Michal Hvorecký spielt in einem Osteuropa der Zukunft. Die EU ist zerfallen und wurde durch die Festung Europa ersetzt. Ein Heer von Trollen beherrscht das Internet. Zwei Freunde beschließen, das System von innen heraus zu stören. Der Albtraum der Aufklärung in einem orientierungslosen Europa.

Andrej Kurkow, geboren 1966 in Budogschtsch/Leningrad, lebt als Autor von Prosa und Filmdrehbüchern in Kiew und England. Von seinem umfangreichen Werk, das in zahlreiche Sprachen übersetzt ist, erschienen über 20 Bücher auf Deutsch: z.B. „Picknick auf dem Eis“ (1999), „Pinguine frieren nicht“ (2003) und Ukrainisches Tagebuch“ (2014).

Michal Hvorecký, geboren 1976 in Bratislava, wo er lebt. Seine mehrfach ausgezeichneten Bücher sind übersetzt, auf Deutsch erschienen u.a. der Erzählband „Jäger & Sammler“ (2004) und der Roman „Tod auf der Donau“ (2012). Er schreibt für renommierte Zeitungen und engagiert sich in seiner Heimat für die Pressefreiheit.